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Frei: Merz hat trotz „schrecklicher“ Umfragen nie an Rückzug gedacht
15 Monate ist Friedrich Merz nun Bundeskanzler, die Umfragewerte sind verheerend. Sein Vertrauter Thorsten Frei versichert: Ein Rückzug war für Merz nie ein Thema.
Die Umfragewerte für Kanzler Friedrich Merz sind alles andere als erfreulich, doch ein Rückzug steht für ihn offenbar nie zur Debatte. Das versichert Thorsten Frei, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und enger Vertrauter des Kanzlers. In der Talkshow von Markus Lanz betonte Frei, dass Merz trotz der schlechten Zahlen fest entschlossen sei, weiterzumachen.
15 Monate ist Merz nun im Amt, und die Zustimmungswerte für ihn und seine Regierung sind eingebrochen. Beobachter und politische Kommentatoren fragen sich zunehmend, ob der Kanzler das Ende der Legislaturperiode überhaupt noch erleben wird. Frei hingegen zeigt sich überzeugt, dass Merz nicht an einen Rückzug denkt – und das habe er auch nie getan. „Er hat nie an Rückzug gedacht“, wird Frei in der Sendung zitiert. Die aktuellen Umfragen bezeichnete er als „schrecklich“, stellte aber klar, dass dies nichts an der Entschlossenheit des Kanzlers ändere.
Besonders brisant ist die Lage, weil die Kritik nicht nur von der Opposition kommt, sondern auch aus den eigenen Reihen. Drei CDU-Landeschefs hatten zuletzt öffentlich Unmut über den Kurs der Bundesregierung geäußert. Frei zeigte sich darüber „irritiert“ und wies die Kritik zurück. Wer in schwierigen Zeiten die eigene Regierung öffentlich attackiere, schwäche nicht nur den Kanzler, sondern die gesamte Partei, so seine Botschaft. In der Talkrunde wurde er dafür selbst kritisiert: Manche Teilnehmer warfen ihm vor, die ernste Lage zu verharmlosen. Ein Vergleich mit Angela Merkel fiel dabei ebenfalls: Bei ähnlich desaströsen Werten hätte man die frühere Kanzlerin „öffentlich gegrillt“, hieß es in der Runde.
Die Diskussion bei Lanz zeigt, wie angespannt die Stimmung in der Union ist. Während die einen auf Geschlossenheit setzen, fordern andere eine offene Debatte über den Kurs der Regierung. Frei bleibt dabei: Die Partei müsse zusammenstehen, und Merz sei der richtige Mann für das Amt. Ob diese Haltung die Partei beruhigt oder die Kritik weiter anheizt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Fest steht: Die Umfragewerte bleiben ein zentrales Thema für die Regierung – und für den Kanzler selbst.


