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Montag, 24. August 2026 · Berlin

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«Control Resonant» überzeugt im neuen Gameplay-Vorschau-Test

Remedys Action-RPG «Control Resonant» zeigt sich in einer ausführlichen Vorschau von seiner besten Seite: Die Mischung aus offener Welt, kreativen Fähigkeiten und typischem Remedy-Wahnsinn überzeugt.

«Control Resonant» überzeugt im neuen Gameplay-Vorschau-Test
Control Resonant Made Me Feel Foolish For Ever Doubting It — IGN First

Remedys kommendes Action-RPG «Control Resonant» hat in einer ausführlichen Vorschau-Session überzeugt. Nachdem erste Eindrücke aus dem Sommer noch Zweifel an der Ausrichtung des Spiels aufkommen ließen, zeigt sich der Titel nun als gelungene Fortsetzung der typischen Remedy-DNA: unvergleichlicher Weltaufbau, überraschendes Leveldesign und jede Menge skurriler Ideen.

Die Vorschau umfasste zwei neue Missionen, die tief in die offene Welt von Manhattan eintauchen. Besonders hervorzuheben ist die Erkundung der U-Bahn-Schächte der Stadt, in der die neue Fähigkeit «Reach» erlernt wird – das Pendant zum Enterhaken aus anderen Spielen. In diesen sogenannten «Metro Vaults» werden nicht nur Bewegungsfähigkeiten freigeschaltet, sondern auch die Geschichte um Protagonist Dylan und seine Schwester Jesse vorangetrieben. Die Level verbinden narrative und spielerische Elemente auf eine Weise, die man von Remedy kennt.

Das Herzstück der neuen Mission ist ein physikbrechendes Schwerkraft-Spiel: Züge rasen aus allen Richtungen durch die Tunnel, während Dylan die Gravitation der Gänge nach Belieben verändern kann. Mit einem Tastendruck wird die Decke zum Boden, um den kreischenden Hindernissen auszuweichen. Das Ergebnis ist ein Puzzle-Plattformer, der jeden Sprung zu einer Frage des Vertrauens macht – und bei dem der scheinbare Abgrund in die Leere oft der richtige Weg ist.

Auch die Kämpfe wurden weiter verfeinert. Die zurückkehrende Fraktion der Mold-Enemies stellt eine neue Herausforderung dar: Ihre gepanzerten Hüllen machen direkten Schaden schwierig, doch es gibt keine einzelne Lösung. Wer nicht die passenden Fähigkeiten ausgerüstet hat, kann die Rüstung mit einer riesigen Axt aus der formwandelnden Waffe «The Aberrant» aufbrechen und die pilzartigen Innereien mit einer Klingenform zerlegen. Diese flexible Herangehensweise hält die Kämpfe frisch und reduziert die Zeit in Menüs.

Der zweite Höhepunkt der Vorschau war ein Bosskampf gegen den «Central Resonant». Um zu ihm zu gelangen, musste zunächst sein Versteck in einer Fabrik gefunden werden – ein Rätsel, das sowohl Kampf als auch Köpfchen erfordert. Elektrische Energiequellen müssen mit Dylans Klinge aufgeladen und zu unversorgten Würfeln transportiert werden, teilweise über Dächer und Straßen hinweg. Diese Mischung aus Action und Denksportaufgaben zeigt, dass die offene Welt nicht nur zum Grinden von Erfahrungspunkten dient.

Besonders erfreulich: Die Entwickler haben alle schwachen Gegner in einem Gebiet eliminiert, sobald die größeren Feinde besiegt sind. Das hält das Tempo hoch und verhindert, dass sich Kämpfe in die Länge ziehen. Die Schnellreisepunkte sind mysteriöse Türen, die beim Öffnen Schleifen der Umgebung zeigen – ein weiteres Beispiel für den unverwechselbaren Stil des finnischen Studios, das vertraute Art-déco-Architektur in seine eigene Bildsprache biegt.

«Control Resonant» erscheint als Nachfolger des gefeierten Originals und verspricht, die Balance zwischen Action und Erzählung zu halten. Die Vorschau lässt darauf hoffen, dass Remedy erneut ein Spiel abliefert, das sowohl langjährige Fans als auch Neulinge begeistern kann.

Moritz Albrecht

Autor

Redakteur vom Dienst

Moritz Albrecht berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.