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Sonys erster PlayStation-Monitor kostet 350 Dollar und richtet sich an PS5-Fans

Sony bringt mit dem PlayStation 27" Gaming Monitor den ersten Bildschirm unter eigenem PlayStation-Label auf den Markt. Der Monitor bietet QHD-Auflösung, 240 Hz auf dem PC, 120 Hz auf der PS5 und eine integrierte Ladestation für DualSense-Controller – zum Preis von 349,99 Dollar.

Sonys erster PlayStation-Monitor kostet 350 Dollar und richtet sich an PS5-Fans
Sony PlayStation 27" Gaming Monitor Review

Sony erweitert sein Angebot für Konsolenspieler um einen eigenen Monitor: Der PlayStation 27" Gaming Monitor ist ab dem 27. August bei Best Buy für 349,99 Dollar erhältlich. Es ist der erste Bildschirm, der offiziell unter dem PlayStation-Label verkauft wird – die bisherigen Inzone-Monitore von Sony gehören zu einer separaten PC-Gaming-Linie. Das Gerät richtet sich gezielt an Besitzer einer PS5 oder PS5 Pro und soll optisch perfekt zu der Konsole passen.

Technisch setzt der Monitor auf ein IPS-Panel mit 2.560 x 1.440 Pixeln (QHD) und einer Bildwiederholrate von 240 Hz am PC. An der PlayStation 5 werden maximal 120 Hz ausgegeben, was dem Limit der Konsole entspricht. Unterstützt wird zudem Variable Refresh Rate (VRR), um Bildrisse zu vermeiden. Die Technik basiert auf AMDs FreeSync, funktionierte im Test aber auch mit Nvidia-G-Sync-Grafikkarten. Die Reaktionszeit liegt bei 1 ms (Gray-to-Gray), was laut Testern keine OLED-Motion-Clarity erreicht, aber Geisterbilder effektiv reduziert. Die Farbgenauigkeit wurde ab Werk gut kalibriert und liegt knapp unter dem Industriestandard Delta E < 2, sodass der Monitor auch für Bild- oder Videobearbeitung geeignet ist.

Das auffälligste Feature ist die integrierte Ladestation für DualSense- und DualSense-Edge-Controller. Sie klappt hinter dem Display herunter und hält bis zu zwei Controller griffbereit, während sie aufgeladen werden. Das soll Kabelsalat auf dem Schreibtisch vermeiden und ist laut Test ein praktisches Detail für PS5-Spieler. Weitere PlayStation-spezifische Funktionen sind Auto HDR Tone Mapping, das die HDR-Einstellungen der Konsole automatisch anpasst, sowie ein eingebauter Lautsprecher. Letzterer klingt im Test jedoch dünn und blechern – als Notlösung brauchbar, aber kein Ersatz für einen Kopfhörer.

Anschlüsse umfassen zwei HDMI-2.1-Ports, einen DisplayPort 1.4, zwei USB-Typ-A-Ports und einen USB-Typ-C-Port. Der Standfuß ist laut Test enttäuschend für den Preis: eine flache Metallplatte mit vertikalem Rohr, das Neigen, Höhenverstellung und Drehen erlaubt, aber keine Pivot-Funktion in den Hochformat-Modus bietet. Wer das stört, kann den Monitor dank VESA-100x100-Aufnahme mit einem Drittanbieter-Ständer ersetzen.

Das On-Screen-Menü (OSD) fällt funktional, aber schlicht aus. Es zeigt unter anderem die Bildrate an und kann Farbprofile automatisch an das Genre des gespielten Spiels anpassen. Anders als bei den Inzone-Monitoren gibt es keine PC-Software zur Steuerung per Maus und Tastatur. Insgesamt vermittelt das Gerät laut Test den Eindruck, dass Sony bewusst Abstriche gemacht hat, um den Preis von 349,99 Dollar zu halten.

Für PlayStation-Fans, die ihren Schreibtisch mit einem passenden Monitor ausstatten wollen, ist das Gerät eine sinnvolle Wahl. Wer jedoch keinen Wert auf das PS5-Design legt oder einen Monitor für verschiedene Plattformen sucht, findet in dieser Preisklasse möglicherweise bessere Alternativen mit hochwertigerem Standfuß oder OLED-Panel.

Marlene Brandt

Autor

Kulturkorrespondentin

Marlene Brandt berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.