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Geleakter DLSS-5-Mod zeigt, wie stark Nvidias KI-Filter Spiele verändern kann

Ein versehentlich in NBA 2K27 veröffentlichter Build von Nvidias DLSS 5 wurde von Moddern nutzbar gemacht. Tests in Spielen wie Control und GTA: San Andreas zeigen massive Veränderungen an Charaktermodellen und deutliche Leistungseinbußen.

Geleakter DLSS-5-Mod zeigt, wie stark Nvidias KI-Filter Spiele verändern kann
The Ultralight Gaming Mouse Arms Race Has Entered a New Phase

Nvidia hat noch kein Veröffentlichungsdatum für DLSS 5 bekannt gegeben, das das Unternehmen Anfang des Jahres mit breiter Kritik vorgestellt hatte. Doch ein aktueller Leak hat PC-Moddern ermöglicht, das neuronale Rendering in fast jedem Spiel einzusetzen – und die Ergebnisse zeigen, wie problematisch die KI-gestützten Gesichtsfilter sein können.

Versehentlich in einem Build von NBA 2K27 enthalten, wurde eine frühe Version von DLSS 5 von der RenoDX-Modding-Community zugänglich gemacht und nutzbar gemacht. Die Modder entwickelten schnell ein einfaches Werkzeug, mit dem jeder die Suite in verschiedenen Spielen einsetzen kann. Die Tests reichten von Control über Cyberpunk 2077 und The Elder Scrolls V: Skyrim bis hin zu Grand Theft Auto: San Andreas und zeigten sowohl Vorteile als auch zahlreiche Nachteile der stark KI-abhängigen Nachbearbeitung, die Nvidia einführen will.

Control ist eines der interessantesten Beispiele, da es beide Seiten zeigt. Wenn die Funktion aktiviert ist, wirkt das Charaktermodell der Protagonistin Jesse Faden detaillierter und erhält mehr Gesichtsschatten und Details auf der Hautoberfläche. Gleichzeitig sieht sie aber ganz anders aus als das Originalmodell, was in Bewegung besonders auffällt, da die Spielwelt ungleichmäßig verbessert wird. Es gibt klare Vorteile bei einigen Umgebungsdetails, besonders bei Modellen, die langsam in die Jahre kommen. Doch vieles wirkt unnatürlich und zeigt, wie kleine Makel eine ganze Szene inkohärent erscheinen lassen können.

Ein weiteres interessantes Beispiel ist Grand Theft Auto: San Andreas, gerade wegen des Alters des Spiels. Als DLSS 5 angekündigt wurde, verteidigte Nvidia die Technologie mit der Aussage, sie verbessere lediglich bereits vorhandene Geometrie und verändere sie nicht grundlegend. Diese Behauptung war schon damals schwer zu glauben, bricht aber vollends zusammen, wenn man sieht, wie stark ein PlayStation-2-Titel verändert wird. Kaum jemand dürfte diese Version des Rockstar-Klassikers für optisch überlegen halten, denn die umfassenden Änderungen an Charakter- und Umgebungsmodellen wirken schlicht falsch.

Die Möglichkeit, die Suite zu testen, war auch in Bezug auf die Leistung aufschlussreich. Moddern gelang es, DLSS 5 auf verschiedenen RTX-50- und RTX-40-Karten zum Laufen zu bringen, doch in allen Fällen sinkt die Leistung mit aktivierten Filtern massiv. Die Technologie verbraucht erwartungsgemäß große Mengen an GPU-VRAM, da ihre Modelle lokal laufen, um Umwandlungen in Echtzeit vorzunehmen. Teilweise halbiert sich die Bildrate. Es handelt sich offensichtlich um eine frühe Version, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war und sicherlich weiter optimiert wird. Dennoch bestätigen die Tests einige Befürchtungen aus der ursprünglichen Präsentation, bei der die Technologie auf mehreren RTX-5090-Karten lief.

Nvidia veröffentlichte während der Gamescom in dieser Woche DLSS 4.5, das die nächste Generation von Ray Reconstruction einführt, um die Bildqualität in unterstützten Ray-Tracing- und Path-Tracing-Spielen zu verbessern. DLSS 5 soll voraussichtlich Ende 2026 erscheinen, obwohl Nvidia seit der Vorstellung kaum darüber gesprochen hat. In einer der letzten Mitteilungen betonte das Unternehmen, dass Spieleentwickler die volle Kontrolle über den Nachbearbeitungseffekt und dessen Einfluss auf eine Szene haben werden, während sich mehrere Entwickler öffentlich gegen die Existenz der Technologie ausgesprochen haben.

Marlene Brandt

Autor

Kulturkorrespondentin

Marlene Brandt berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.