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Saber verspricht: „Wir werden niemanden entlassen und durch KI ersetzen“

Nach KI-Kritik am Spiel „Rideshare Stimulator“ stellt Saber klar: Keine Entlassungen wegen KI. Creative Officer Tim Willits verspricht, dass niemand durch KI ersetzt wird.

Saber verspricht: „Wir werden niemanden entlassen und durch KI ersetzen“
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Der Spieleentwickler Saber hat auf die anhaltende Kritik am Einsatz generativer KI im kommenden Spiel „Rideshare Stimulator“ reagiert. Chief Creative Officer Tim Willits versprach nun öffentlich: „Wir werden niemals jemanden entlassen und durch KI ersetzen.“ Damit reagiert das Studio auf Vorwürfe, die nach einer Auseinandersetzung zwischen CEO Matthew Karch und einer ehemaligen Autorin des Spiels aufgekommen waren.

Hintergrund ist ein Streit um die frühere Autorin Stella Sacco, die öffentlich erklärt hatte, sie sei entlassen und durch ChatGPT ersetzt worden. Karch hatte daraufhin abfällig über Sacco gesprochen und sich später bei ihr entschuldigt. Sacco sagte, Karch habe „vorbehaltlos um Entschuldigung“ gebeten und bedauert, die Situation eskaliert zu haben. Sie selbst zeigte sich angesichts der Anfeindungen im Netz gefasst: „Ich mache mir keine Sorgen über Beleidigungen von anonymen Kommentatoren – ich bin eine trans Frau, das ist für mich Alltag.“

Willits erläuterte nun die konkrete Rolle der KI in „Rideshare Stimulator“. Das Spiel, in dem Spieler als Fahrer eines Fahrdienstes wie Uber oder Lyft arbeiten, nutzt generative KI nach Angaben des Studios nur in einem bestimmten Bereich. Die Hauptkampagne sei vollständig von Menschen geschrieben. In einem separaten „Free-Ride“-Modus wolle das Spiel jedoch aktuelle Ereignisse aus der realen Welt aufgreifen. „Wir nutzen KI, um das zu generieren, weil wir es so schnell machen wollen“, sagte Willits. Geplant seien wöchentliche oder zweiwöchentliche Updates mit solchen KI-generierten Inhalten.

Ein Sprecher von Saber hatte zuvor bereits klargestellt, dass weder Saber noch der Entwickler Unigine Autoren durch KI ersetzt hätten. „Tatsächlich hat sich Sabers Autorenteam seit 2023 verdreifacht. Die Geschichte von Rideshare wurde vollständig von echten Menschen geschrieben“, hieß es. Der „experimentelle Free-Ride-Modus“ nutze generative KI „notgedrungen“, da die Zahl der Passagiere im Spiel unendlich sei.

Willits betonte zudem, dass auch andere Saber-Spiele wie die neuen „Hellraiser“-, „Turok“-, „Stuntman“- und „Space Marine“-Titel keine KI verwenden. Das Unternehmen experimentiere jedoch wie viele andere Firmen mit der Technologie. „Wir wollen diese neue Technologie verstehen, und wir wissen nicht genau, wohin sie führen wird“, sagte er. „Ich persönlich glaube, dass jemand in einem Spieleunternehmen eine so brillante Idee haben wird, dass wir alle sagen: ‚Das ist es.‘ Wir müssen nur dorthin gelangen.“

Saber beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 3000 Mitarbeiter. Das Unternehmen betont, dass es trotz der anhaltenden Konsolidierung in der Branche weiterhin Personal einstelle. „Keiner unserer über 3000 Mitarbeiter muss sich Sorgen machen, durch KI ersetzt zu werden“, erklärte der Entwickler. Die Debatte um „Rideshare Stimulator“ zeigt, wie sensibel das Thema KI in der Spielebranche derzeit ist – und wie schnell Vorwürfe über den Einsatz der Technologie zu einem öffentlichen Konflikt führen können.

Marlene Brandt

Autor

Kulturkorrespondentin

Marlene Brandt berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.