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Montag, 10. August 2026 · Berlin

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Religion 4 Min. Lesezeit

Ukrainische Kids verbringen ihre Ferien in einem orthodoxen Camp in Griechenland

Meer, Akropolis, Wasserpark und Klöster gehören zum bestätigten Programm einer Gruppe. Die Reise zeigt, wie kirchliche Netzwerke Jugendlichen aus der Ukraine eine echte Ferienpause ermöglichen.

Ukrainische Kids verbringen ihre Ferien in einem orthodoxen Camp in Griechenland
Контекстне фото: Митрополит Епіфаній на прийнятті з нагоди Національного дня Греції, 24 березня 2026 року. Джерело: Православна Церква України

Für ukrainische Kinder bedeutet Sommer seit Jahren nicht automatisch unbeschwerte Ferien. Umso konkreter ist eine aktuelle Initiative in Griechenland: Eine Gruppe verbringt Anfang August Zeit in einem orthodoxen Camp mit Meer, Ausflügen und Begegnungen mit griechischen Geistlichen. Ein der Redaktion vorliegender Bericht spricht insgesamt von 130 Kindern und einer Absprache zwischen Metropolit Epiphanius und Erzbischof Ieronymos.

Die Zahl 130 und diese konkrete Vereinbarung sind bislang nicht durch eine separat indexierte neue offizielle Mitteilung bestätigt. Was sich aber sicher belegen lässt, ist ein Camp der Orthodoxen Kirche der Ukraine für Kinder aus der Gemeinde Bojarka. Das offizielle Gemeindeportal nennt den Zeitraum 2. bis 14. August 2026 und ein Alter von 9 bis 15 Jahren.

Für diese Gruppe übernehmen die Familien den Transfer. Unterkunft, Essen und Ausflüge sind kostenlos. Das Programm klingt dabei ziemlich nach echten Sommerferien: Meer, Akropolis und Wasserpark. Gleichzeitig gehören auch Klosterbesuche, Treffen mit griechischen Geistlichen und geistliche Gespräche dazu. Es geht also nicht um einen normalen Touristen-Trip, sondern um Freizeit in einem klar kirchlichen Rahmen.

Die Details gelten für die dokumentierte Bojarka-Gruppe. Sie dürfen nicht automatisch auf jedes der 130 Kinder übertragen werden, die im Ausgangsbericht erwähnt werden. Trotzdem zeigen sie, wie das Projekt praktisch funktioniert: Kirche organisiert, Familien beteiligen sich an der Anreise, vor Ort wird ein großer Teil der Kosten übernommen.

Auch die griechische Seite hat dafür eine feste Struktur. Das Athener Erzbistum betreibt Kinderlager in Attika, die zum Zentrum „Η Αγία Φιλοθέη“ für Bildung, Kultur und Freiwilligenarbeit gehören. Die Anlagen wurden 2012 von Erzbischof Ieronymos II eröffnet. 2026 laufen dort weiterhin Sommerangebote für Kinder.

Interessant ist außerdem, dass die Hilfe nicht erst jetzt beginnt. Bereits 2022 bot Ieronymos kirchliche Räume für ukrainische Geflüchtete an, besonders für Minderjährige. 2024 organisierte Hellenic Aid ein separates Feriencamp in Attika für Kinder aus Odesa. Die aktuelle Reise passt also in eine längere Reihe von Unterstützungsangeboten.

Für Jugendliche ist der wichtigste Teil wahrscheinlich viel weniger institutionell. Ein paar Tage mit anderen Kindern, Strand, Ausflug, gemeinsames Essen und ein Alltag, in dem nicht ständig Krieg das Hauptthema ist, können selbst dann wertvoll sein, wenn danach dieselbe schwierige Realität wartet.

Gleichzeitig macht das Camp sichtbar, wie Religion für junge Menschen praktisch werden kann. Kirche erscheint hier nicht nur als Gottesdienst oder Predigt, sondern als Netzwerk, das Räume, Erwachsene, Gemeinschaft und Geld für ein konkretes Angebot organisiert.

Die Redaktion bleibt bei den Fakten sauber: Das August-Camp, die Bedingungen für eine konkrete Gruppe und die Infrastruktur des Athener Erzbistums sind öffentlich bestätigt. Die Gesamtzahl von 130 Kindern und die direkte Absprache zwischen Epiphanius und Ieronymos stammen aus dem vorliegenden Primärbericht und werden bis zu einer weiteren offiziellen Bestätigung entsprechend zugeschrieben.