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Mittwoch, 26. August 2026 · Berlin

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Kultur 4 Min. Lesezeit Von

Gamescom 2025 meldet Rekordbeteiligung und wächst weiter

Die Gamescom in Köln ist eröffnet und verzeichnet mit 357.000 Besuchern aus 128 Ländern einen neuen Rekord. Die Messe ist mit 1.600 Ausstellern auf 233.000 Quadratmetern ausverkauft und setzt auf ein Hybrid-Konzept aus Vor-Ort-Erlebnis und digitaler Reichweite.

Gamescom 2025 meldet Rekordbeteiligung und wächst weiter
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Die Gamescom in Köln ist in ihre diesjährige Ausgabe gestartet und verzeichnet einen neuen Besucherrekord. Nach Angaben der Veranstalter kamen 357.000 Menschen aus 128 Ländern zur weltweit größten Publikumsmesse für Computer- und Videospiele. Die gesamte Ausstellungsfläche von 233.000 Quadratmetern im Koelnmesse-Gelände ist ausverkauft, mehr als 1.600 Aussteller präsentieren ihre Produkte und Neuheiten.

Damit setzt die Messe ihren Wachstumskurs fort: Nach der Corona-Pause kamen 2022 zunächst 265.000 Besucher, 2023 waren es 320.000 und im vergangenen Jahr 335.000. Parallel dazu ist die digitale Reichweite des Events massiv gestiegen – von 228.000 auf über 1,1 Milliarden Aufrufe. Gamescom-Direktor Tim Endres erklärte, die Messe sei heute ein Hybrid-Event: Das Vor-Ort-Erlebnis in Köln bleibe das emotionale Zentrum, die digitale Ebene gewinne aber zunehmend an Bedeutung. So erreiche man mehr Menschen als je zuvor.

Die Planung für die nächste Ausgabe beginnt bereits während der laufenden Messe. Endres beschreibt den Prozess als einen kontinuierlichen Kreislauf aus Zuhören, Analysieren und Verbessern. Das Feedback von Besuchern, Ausstellern und der Community fließe direkt in Entscheidungen zu Hallenplanung, Besucherströmen, Barrierefreiheit und Programmstruktur ein. Gleichzeitig müsse man früh erkennen, welche Themen relevant werden und wie Fans Spiele vor Ort und digital erleben wollen.

Für Stefan Heikhaus, ebenfalls Direktor der Gamescom, ist Erfolg nicht nur eine Frage der Zahlen. Zwar seien Besucher-, Aussteller- und internationale Beteiligungszahlen wichtig, ebenso entscheidend sei aber die Qualität des Erlebnisses. Ob Fans, Content Creator, Journalisten und Branchenvertreter sich wohlfühlen, inspiriert und verbunden fühlen, sei ein zentraler Maßstab. Das Feedback nach der Veranstaltung helfe, sich Jahr für Jahr zu verbessern.

Ein wichtiger Baustein der Messe ist die Partnerschaft mit Geoff Keighley für die Eröffnungsshow „Opening Night Live“. Heikhaus betonte, die Zusammenarbeit bestehe seit 2018 und bringe tiefe Branchenkenntnis und kreative Visionen zusammen. Die Show sei keine isolierte Veranstaltung, sondern der offizielle Auftakt zur Gamescom: Fans können am Dienstagabend Ankündigungen verfolgen und die Spiele anschließend in Köln selbst ausprobieren. Diese Verbindung aus globaler digitaler Bühne und realem Festivalcharakter mache das Format besonders.

Neu in diesem Jahr ist die Zusammenarbeit mit der Speedrun-Community Games Done Quick sowie die Initiative „Gaming for Democracy“, die die Messe als Plattform für gesellschaftliches Engagement nutzen will. Die Organisatoren wollen damit auch kleineren Spielen eine Bühne bieten, die im Schatten großer Blockbuster leicht übersehen werden. Die Gamescom hat sich in den vergangenen Jahrzehnten als beständige Größe etabliert, während andere Großevents wie die E3 eingestellt wurden. Endres führt das auf die Fähigkeit zurück, sich mit Community und Industrie weiterzuentwickeln – als Publikumsmesse und als Branchentreffpunkt zugleich.

Moritz Albrecht

Autor

Redakteur vom Dienst

Moritz Albrecht berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.