Bei einer Schießerei auf dem Gelände des Seattle Center im US-Bundesstaat Washington sind am Wochenende mindestens zwei Menschen getötet worden. Die Polizei bestätigte zudem mindestens vier Verletzte, darunter ein Kleinkind. Die Veranstaltung «Bite of Seattle», ein beliebtes Food-Festival mit hunderttausenden Besuchern jährlich, wurde von den Schüssen erschüttert.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall in der Innenstadt von Seattle, in unmittelbarer Nähe des berühmten Wahrzeichens Space Needle. Die Behörden riefen die Bevölkerung zunächst dazu auf, das Gebiet zu meiden. Bürgermeisterin Katie Wilson teilte mit, dass es eine Festnahme gegeben habe. Zuvor war von zwei Verdächtigen die Rede gewesen. Wilson dankte der Polizei für ihren schnellen Einsatz und sprach den Opfern und ihren Angehörigen ihr Mitgefühl aus.
Das Harborview Medical Center, das die Verletzten versorgt, gab bekannt, dass ein Kind und eine Frau unbekannten Alters derzeit operiert würden. Zudem seien ein 23-jähriger Mann und eine 39-jährige Frau eingeliefert worden. Der Zustand der Patienten sei ernst, aber stabil. Eine Sprecherin des Krankenhauses erklärte, es sei noch unklar, ob die Tat von einem oder mehreren Tätern begangen wurde. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.
Augenzeugen berichteten gegenüber lokalen Medien wie der «Seattle Times» von plötzlicher Panik, die unter den Festivalbesuchern ausgebrochen sei. Viele Menschen hätten in Angst die Flucht ergriffen, als die Schüsse fielen. Das «Bite of Seattle»-Festival, das jedes Jahr mehrere hunderttausend Gäste anzieht, galt bislang als friedliche Familienveranstaltung. Die Organisatoren zeigten sich bestürzt und kündigten an, mit den Behörden zusammenzuarbeiten.
Die Schießerei wirft erneut Fragen nach der Waffengewalt in den USA auf. Seattle, die größte Stadt im Bundesstaat Washington, hat in den vergangenen Jahren mehrfach mit Schusswaffenangriffen zu kämpfen gehabt. Im Jahr 2023 verzeichnete die Stadt laut Polizeistatistik über 100 Schusswaffenvorfälle mit Verletzten oder Toten. Die Polizei hat die Ermittlungen intensiviert und sucht weiterhin nach Zeugen.



