Kultur 3 Min. Lesezeit Von Leonie Vogt
The-Witcher-Remake wartet auf Technik von The Witcher 4
CD Projekt hat bestätigt, dass das Remake des ersten The Witcher-Teils derzeit pausiert. Grund sind technische Abhängigkeiten vom kommenden The Witcher 4. Das Studio Fool’s Theory arbeitet stattdessen an der Erweiterung Songs of the Past für The Witcher 3.
Das Remake des ersten The-Witcher-Spiels liegt vorerst auf Eis. CD-Projekt-Chef Michał Nowakowski erklärte in einem Interview mit The Game Business, dass die Entwicklung des Projekts von Fool’s Theory pausiert wurde, weil das Studio zunächst technische Neuerungen für The Witcher 4 abwarten muss. Das Remake war ursprünglich 2022 angekündigt worden.
„Wir haben eine Zusammenarbeit mit Fool’s Theory gestartet. Sie sollten am The-Witcher-1-Remake arbeiten, aber wir haben gemerkt, dass das etwas mehr Zeit braucht wegen bestimmter technologischer Abhängigkeiten mit The Witcher 4“, sagte Nowakowski. CD Projekt stellt seine Spieleproduktion derzeit komplett von der hauseigenen RED Engine auf die Unreal Engine um. The Witcher 4 soll dabei den Standard dafür setzen, wie ein Witcher-Spiel mit der neuen Technik aussieht. Das Remake des ersten Teils ist offenbar in diesen Technologiewechsel hineingeraten.
Fool’s Theory ist inzwischen als Hauptentwickler für die kommende Erweiterung Songs of the Past zu The Witcher 3: Wild Hunt eingeteilt, die auf der Gamescom vorgestellt wurde. Ein Großteil des Teams arbeite derzeit an diesem Projekt sowie unterstützend an The Witcher 4, so Nowakowski. Für das Remake selbst sei nur noch eine kleine Gruppe von Leuten zuständig, da die Arbeit eng mit der Entwicklung von The Witcher 4 verknüpft sei.
Bereits im Geschäftsbericht für das gesamte Jahr 2024 hatte Nowakowski erklärt, dass die Entwicklung des Remakes vorübergehend in die Arbeit an The Witcher 4 integriert wurde. „Aufgrund von Abhängigkeiten im Produktionsprozess – unter anderem bei Assets und Technologie – haben wir uns entschieden, die Entwicklung vorübergehend mit der laufenden Arbeit an The Witcher 4 zu verbinden“, sagte er damals. Ein kleiner Teil des Fool’s-Theory-Teams unterstütze deshalb das The-Witcher-4-Team. Das Ziel sei es, die nötigen Assets, Werkzeuge und Pipelines bereitzustellen, um die Entwicklung des Remakes später effizienter fortsetzen zu können.
Das Remake des ersten The-Witcher-Teils hat weiterhin kein Veröffentlichungsfenster. Nach den Aussagen von Nowakowski ist jedoch davon auszugehen, dass es erst nach mehreren anderen Projekten erscheinen wird. Dazu zählen die kürzlich angekündigte The-Witcher-3-Remastered-Version, die noch in diesem Monat erscheinen soll, die Erweiterung Songs of the Past, die für 2027 geplant ist, sowie The Witcher 4, das für 2028 erwartet wird.
CD Projekt hat auf eine Anfrage von GameSpot zum aktuellen Stand des Remakes und zu den technischen Abhängigkeiten zunächst nicht reagiert. Das Unternehmen hatte zu dem Projekt bislang nur ein einziges Bild öffentlich geteilt. Die Fans der Reihe müssen sich also weiterhin gedulden, bis Geralt von Riva in überarbeiteter Form zurückkehrt.



