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Freitag, 28. August 2026 · Berlin

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„Strange New Worlds“: Die Enterprise kämpft sich durch ein Wurmloch

In der sechsten Folge der vierten Staffel von „Star Trek: Strange New Worlds“ steckt die Enterprise in einem Slipstream-Wurmloch fest. Die Crew muss um ihr Überleben kämpfen, während Dr. M’Benga schwer verletzt wird und Nurse Chapel versucht, ihn zu retten.

„Strange New Worlds“: Die Enterprise kämpft sich durch ein Wurmloch
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Die sechste Episode der vierten Staffel von „Star Trek: Strange New Worlds“ mit dem Titel „Off-Hour“ bringt die Serie zurück zu ihren Wurzeln: einem klassischen Weltraumabenteuer. Nach mehreren konzeptlastigen Folgen mit geringer Wirkung liefert die Serie nun wieder eine Mischung aus Action, Drama und Science-Fiction-Spektakel, die an „Das Poseidon-Abenteuer“ im Weltraum und die Echtzeit-Thriller-Serie „24“ erinnert.

Im Mittelpunkt der Episode stehen Dr. M’Benga (Babs Olusanmokun) und Nurse Chapel (Jess Bush), deren über mehrere Staffeln aufgebaute Beziehung diesmal auf eine harte Probe gestellt wird. Als die Enterprise in einem Slipstream-Wurmloch stecken bleibt, richtet die plötzliche Zerstörung verheerende Schäden an – mit tödlichen Folgen für einige Besatzungsmitglieder. M’Benga überlebt die erste Explosion, ist jedoch schwer verwundet: Ein umgestürzter Tisch der Krankenstation hat ihn in der Körpermitte eingeklemmt und seinen Körper praktisch durchtrennt. Sobald der Tisch bewegt wird, wird er sterben. Chapel muss einen Weg finden, ihn zu retten, ohne die tödliche Barriere zu verschieben.

Die Episode profitiert von der emotionalen Tiefe zwischen den beiden Figuren. Obwohl langjährige Fans wissen, dass M’Benga die Serie überleben muss, da sein Charakter in der Originalserie „Raumschiff Enterprise“ auftaucht, nimmt das der Situation kaum die Spannung. Die Beziehung zwischen M’Benga und Chapel ist so gut ausgearbeitet, dass allein das Zusehen, wie sie mit dieser Extremsituation umgehen, fesselnd ist.

Zusätzlich erfährt das Publikum, dass M’Benga darüber nachdenkt, die Enterprise zu verlassen. Er hat bereits Dr. Boyce (Brian Markinson) kontaktiert, den früheren (interimistischen) leitenden Medizinischen Offizier der Enterprise, der ihn vermutlich ersetzen soll. Für Kenner der Serie ist das ein interessantes Detail, da „Strange New Worlds“ nur noch wenige Episoden vor sich hat – einschließlich der verkürzten nächsten und letzten Staffel. Figuren wie M’Benga und La’an, die nicht in der Originalserie vorkommen, müssen die Serie daher früher oder später verlassen.

Die Darstellung der Gefahren im Weltraum gelingt dem Autorenteam um Bill Wolkoff und Regisseur Dan Liu auf eine Weise, die man im Franchise selten gesehen hat. Als die Gravitationskontrollen an Bord zu versagen beginnen, werden Klaviere zerquetscht, und Spock und La’an müssen während eines pyrotechnischen Neutrinosturms auf die Außenhülle des Schiffs klettern. Scotty (Martin Quinn) lernt unterdessen, die Enterprise zu „fühlen“ und ihren Zustand zu interpretieren – eine Anspielung auf den späteren Scotty, der einst behauptete, die Geschwindigkeit seines Schiffs „anhand des Gefühls der Deckplatten“ bestimmen zu können.

Besonders gelungen ist das Zusammenspiel zwischen Scotty und seiner Mentorin Pelia (Carol Kane). Die Episode zeigt, wie Pelia den jungen Ingenieur zu dem Mann formt, der er in der Zukunft sein wird. Dass am Ende alle Probleme der Crew mit einer technobabble-Lösung gelöst werden, war vielleicht unvermeidlich, schmälert aber nicht die Spannung und emotionale Wirkung des Vorherigen.

„Off-Hour“ ist nicht der erste „Katastrophe im Weltraum“-Auftritt des Franchises – man denke nur an die treffend benannte TNG-Folge „Disaster“. Doch die Episode erinnert daran, dass „Strange New Worlds“ dann am besten funktioniert, wenn es klassische Abenteuer mit gut entwickelten Charakteren verbindet. Nebenbei werden einige rote Hemden geopfert, und die Serie zeigt erneut ihre Vorliebe für explizite Verletzungen: Neben M’Bengas Verletzung werden Una’s offener Bruch und Chapels abgebrochener Finger gezeigt.

Leonie Vogt

Autor

Gesellschaftsreporterin

Leonie Vogt berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.