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US-Regierung erwägt neue Zölle auf Computerchips – Konsolen könnten teurer werden

Die US-Regierung prüft offenbar neue Zölle auf importierte Computerchips. Davon betroffen wären auch Spielekonsolen, Server und Laptops. Branchenkenner warnen vor steigenden Preisen und negativen Folgen für den KI-Wettbewerb.

US-Regierung erwägt neue Zölle auf Computerchips – Konsolen könnten teurer werden
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Spielekonsolen könnten in den USA schon bald noch teurer werden. Die Regierung von Präsident Donald Trump erwägt einem Bericht von Politico zufolge eine neue Runde von Zöllen auf importierte Computerchips. Betroffen wären demnach auch Alltagselektronik, die diese Chips verwendet – darunter Spielekonsolen, Server für Rechenzentren und Laptops.

Handelsminister Howard Lutnick soll mit den Abgaben ausländische Technologieunternehmen dazu bewegen wollen, Produktionsstätten in den USA zu errichten, wenn sie Steuererleichterungen erhalten möchten. Der Plan ist laut Politico noch nicht finalisiert und könnte sich in den kommenden Monaten ändern. Sollten die Zölle genehmigt werden, würden sie den Quellen zufolge schrittweise eingeführt.

Technologieunternehmen haben bereits gewarnt, dass die Steuern nach hinten losgehen und die Bemühungen der USA im Wettlauf um künstliche Intelligenz behindern könnten. Die fortschrittlichen Chipfabriken, die für die Herstellung entscheidender Komponenten wie Halbleiter und Speicher benötigt werden, kosten Milliarden und brauchen Jahre, um gebaut zu werden.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Konsolenpreise wegen Trumps Zöllen steigen. Sony, Nintendo und Microsoft haben ihre Hardware in der Vergangenheit bereits verteuert. Die Unternehmen führten die Preiserhöhungen nicht direkt auf die Zölle zurück, sondern nannten globale wirtschaftliche Instabilität und andere Faktoren. Allerdings erwähnten sie ausdrücklich, dass Zollrückerstattungen ihre Bilanzen gestützt hätten.

Sony und Nintendo erhielten Anfang des Jahres jeweils beträchtliche Rückzahlungen, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA Trumps Zölle für unrechtmäßig erklärt hatte. Keine dieser Rückerstattungen wurde an die Verbraucher weitergegeben. Eine Ausnahme bildet der Hersteller des PlayDate-Handhelds: Das Unternehmen Panic bestätigte in dieser Woche, dass es allen Käufern den Aufpreis erstattet, der zur Abdeckung der Zölle erhoben worden war.

Die möglichen neuen Zölle kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Spielebranche bereits mit hohen Produktionskosten und verändertem Kaufverhalten zu kämpfen hat. Eine weitere Verteuerung der Hardware könnte die Nachfrage weiter dämpfen und den Druck auf die Hersteller erhöhen. Beobachter rechnen damit, dass die Unternehmen im Falle neuer Abgaben erneut Preisanpassungen vornehmen müssten – oder ihre Produktion stärker in die USA verlagern.

Ob und wann die Zölle tatsächlich kommen, bleibt offen. Die Regierung hat den Plan noch nicht offiziell bestätigt. Klar ist jedoch: Die Debatte über Handelspolitik und ihre Folgen für die Technologiebranche wird die Spieleindustrie auch in den kommenden Monaten begleiten.

Lukas Seifert

Autor

Sportredakteur

Lukas Seifert berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.