Kultur 5 Min. Lesezeit Von Moritz Albrecht
Star Wars Zero Company: Vier Taktiken, die früh den Unterschied machen
Das rundenbasierte Taktikspiel Star Wars Zero Company setzt auf Team-Builds, Spezialisierungen und Bond-Systeme. Vier Mechaniken sollten Spieler von Anfang an beherrschen, um im Twilight of the Clone Wars zu bestehen.
Star Wars Zero Company, das rundenbasierte Taktikspiel von Bit Reactor, versetzt Spieler in die Endphase der Klonkriege. Das Spiel bietet umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten: Spezialisierungen, verschiedene Waffentypen, Waffenmods und ausrüstbare Gegenstände definieren den Spielstil jeder Figur. Alles lässt sich im sogenannten Den jederzeit austauschen, sodass Teams flexibel umgebaut und Builds experimentell getestet werden können. Doch unabhängig vom gewählten Build gibt es vier Grundmechaniken, die vom ersten Kapitel bis zum Spielende relevant bleiben und deren frühe Beherrschung den Missionsverlauf spürbar erleichtert.
Die erste Taktik ist Overwatch. Sie steht fast jedem Teammitglied zur Verfügung, mit Ausnahme des Padawan und der Astromech-Droiden. Overwatch erzeugt einen kegelförmigen Bereich auf dem Schlachtfeld, in dem die Figur automatisch auf Gegner feuert, sobald diese sich bewegen oder eine Aktion ausführen. Das ist besonders nützlich, wenn alle Feinde in Deckung sind und die Aktionspunkte für eine Flankierung fehlen. Beim Platzieren des Kegels sollten Spieler auf die Farben achten: Blaue Bereiche bedeuten Schussfeld, ausgegraute Zonen sind blinde Flecken, in denen Deckung die Sichtlinie blockiert. Die Reichweite lässt sich deutlich verlängern, doch mit jeder Erweiterung sinkt die Trefferchance um fünf Prozent. Ein Mittelweg zwischen Abdeckung und Genauigkeit ist daher entscheidend. Besonders wertvoll ist Overwatch, wenn Verstärkung naht: Bildschirmhinweise zeigen die Richtung an, sodass sich ganze Feuerlinien aufstellen lassen. Zu beachten ist, dass Overwatch alle verbleibenden Aktionspunkte verbraucht und die Zahl der möglichen Ziele der eingesetzten AP-Menge entspricht – bis zu drei Gegner sind mit einer gut platzierten Figur möglich.
Die zweite Taktik ist das Call-for-Backup-System, das in den Tutorial-Missionen eingeführt wird, dessen Tragweite aber leicht unterschätzt werden kann. In jeder Kampfrunde erhält ein zufälliges Teammitglied die Möglichkeit, Unterstützung anzufordern. Ein Symbol am Porträt in der unteren linken Ecke zeigt an, wer dazu berechtigt ist. Der Backup-Angriff kostet keine Aktionspunkte und trifft garantiert. Voraussetzung ist, dass beide Figuren Sichtlinie auf denselben Gegner haben. Beim Zielen lässt sich der Status der Begleitfigur oben rechts prüfen: Steht dort «Assisting», wird der Angriff ausgeführt. Die unterstützende Figur folgt jedem Angriff, nicht nur regulären Blasterschüssen, sodass sich auch mächtige Spezialangriffe verdoppeln lassen. Das eignet sich, um exponierte Gegner schnell auszuschalten oder Konterattacken zu unterbinden. Der größte langfristige Vorteil: Jeder Backup-Einsatz bringt Bond-Punkte für beide beteiligten Charaktere. Bond-Stufen schalten Cross-Training frei, das beiden Figuren dieselben Statusverbesserungen gewährt. Wer Backup in jeder Runde nutzt, steigert die Bonds schnell und erreicht maximale Stufen, die build-prägende Boosts freischalten.
Die dritte Taktik betrifft die Ressource Advantage, die das gesamte Squad teilt und einige der stärksten Fähigkeiten antreibt. Jeder Schaden an einem Gegner – ob durch regulären Beschuss oder ein Utility-Item – erzeugt Advantage. Trifft eine Granate drei Feinde, gibt es drei Advantage auf einmal. Der aktuelle Wert wird unten links angezeigt und ist auf zehn begrenzt. Im Den lassen sich Upgrades kaufen, die Advantage betreffen, weshalb sich ein früher Blick auf diese Investitionen lohnt. Wer Advantage konsequent aufbaut und für die stärksten Fähigkeiten einsetzt, kann schwierige Missionen kontrollierter abschließen.
Die vierte Taktik ist der flexible Umgang mit Spezialisierungen, Waffen und Mods im Den. Da sich alle Ausrüstung jederzeit austauschen lässt, sollten Spieler regelmäßig experimentieren und Builds an die jeweilige Mission anpassen. Zero Company ist ein guter Einstieg in das rundenbasierte Taktikgenre, wirft in den Tutorials aber viel auf einmal auf. Wer Overwatch, Backup, Advantage und Build-Anpassung früh verinnerlicht, hat von den ersten Kapiteln bis zum Ende des Spiels deutlich bessere Karten.



