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Simpsons-Halloween-Episoden: Alle «Treehouse of Horror»-Specials im Ranking

Seit Staffel 2 gibt es bei den Simpsons jedes Jahr mindestens eine neue «Treehouse of Horror»-Episode. Ein Ranking aller bisherigen Folgen zeigt große Schwankungen in der Qualität, von schwachen Parodien bis zu starken Gruselgeschichten.

Simpsons-Halloween-Episoden: Alle «Treehouse of Horror»-Specials im Ranking
The Simpsons Halloween Episodes: Every 'Treehouse of Horror' Special, Ranked

Kaum eine Serie kann bei Halloween mit den Simpsons mithalten. Seit der zweiten Staffel erscheint jedes Jahr mindestens eine neue «Treehouse of Horror»-Episode, eine Anthologie aus mehreren kurzen Geschichten. Anfangs waren diese Folgen deutlich stärker auf Horror ausgerichtet. Mit den Jahren wurden sie zu einem Ort, an dem die Autorinnen und Autoren Ideen unterbringen konnten, die in einer regulären Episode keinen Platz gefunden hätten.

Das Online-Magazin IGN hat alle «Treehouse of Horror»-Folgen bis zur Staffel 38 und der Episode «Treehouse of Horror Presents: The Revengening» gerankt. Einige davon, so das Urteil der Redaktion, könnten es mit den besten Folgen aus der goldenen Zeit der Serie aufnehmen. Andere zeigen, dass es über drei Jahrzehnte hinweg kaum möglich ist, jede Idee treffsicher umzusetzen.

Am unteren Ende der Liste steht «Treehouse of Horror XXII» aus dem Jahr 2011. Der Beitrag «The Diving Bell and the Butterball» gilt als der schwächste Segment der Reihe überhaupt, im Kern ein langer, kaum witziger Furz-Gag. Der Schlussteil ist eine Parodie auf «Avatar», die laut IGN wie der Film selbst nicht gut gealtert ist. Auf Platz 38 folgt «Treehouse of Horror XXXII» aus dem Jahr 2021. Die Folge versucht, mit fünf statt der üblichen drei Segmente etwas Neues, wirkt dadurch aber noch gehetzter und unfertiger. Besonders enttäuschend ist laut Bewertung die Parodie «Bong Joon Ho's ‚This Side of Parasite‘», die dem Horrorfilm, den sie verspottet, nichts Eigenes hinzufügt.

Weiter oben in der Rangliste finden sich Folgen mit einzelnen starken Ideen. «Treehouse of Horror XXXV» aus dem Jahr 2024 wird vor allem wegen der aufwendig animierten Eröffnungssequenz des Filmemachers Jorge R. Gutierrez erinnert, die alle eigentlichen Segmente übertrifft. Die Geschichte «The Fall of the House of Monty» fällt dagegen positiver auf, weil sie an klassische Gruselgeschichten der Reihe erinnert. Auch «Treehouse of Horror XXXI» aus dem Jahr 2020 wird als enttäuschend beschrieben, obwohl das Konzept hätte funktionieren können. Die Parodie auf «Toy Story» gilt als wenig inspiriert, die Zeitreise-Geschichte verfehlt laut IGN ihr Ziel, und die Marvel-Parodie «Into the Homer-Verse» greift eine ähnliche Prämisse auf wie die deutlich erfolgreichere Folge «Treehouse of Horror XIII».

Mehrere Folgen zeigen außerdem einen Trend, den die Redaktion kritisch sieht: Ab einem bestimmten Punkt setzte die Serie zunehmend auf drastische Gross-out-Gags. In «Treehouse of Horror XXV» aus dem Jahr 2014 etwa wird die Segment «School is Hell» als unsubtil und unangenehm bewertet, während die Geistergeschichte «The Others» mit den Originalentwürfen der Figuren und der Stimme von Dan Castellaneta als Homer besser ankommt. Die Folge «Treehouse of Horror XXVII» aus dem Jahr 2016, die zugleich die 600. Episode der Serie war, wird als so unauffällig beschrieben, dass sich kaum eine Geschichte im Gedächtnis hält. Für einen solchen Meilenstein sei das enttäuschend.

Die Liste zeigt damit vor allem eines: Die Halloween-Tradition der Simpsons lebt von Experimentierfreude, die aber nicht immer erfolgreich ist. Neben herausragenden Folgen stehen Ausgaben, die ihre Ideen nur angedeutet, aber nicht zu Ende gedacht haben. IGN kündigt an, die kommende Folge «Treehouse of Horror XXXVII» nach ihrer Ausstrahlung in das Ranking aufzunehmen.

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Moritz Albrecht

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Redakteur vom Dienst

Moritz Albrecht berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.