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Freitag, 28. August 2026 · Berlin

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GTA 6: Autodiebstahl wird zur komplexen Angelegenheit

In Grand Theft Auto 6 wird das Stehlen von Autos deutlich komplexer als in früheren Teilen. Rockstar führt ein abgestuftes Sicherheitssystem für Fahrzeuge ein, das je nach Alter und Modell verschiedene Methoden erfordert – vom Einschlagen der Scheibe bis zum digitalen Schlüsselklon.

GTA 6: Autodiebstahl wird zur komplexen Angelegenheit
The Way You Steal Cars in GTA 6 Completely Changes the Game

Grand Theft Auto 6 setzt die Tradition von Rockstar fort, auf Realismus zu setzen – und das betrifft nun auch den klassischen Autodiebstahl. Während Spieler in früheren Teilen einfach die Scheibe einschlagen und losfahren konnten, wird das unbefugte Entwenden von Fahrzeugen in Vice City deutlich anspruchsvoller. Wie Rockstar North mitteilt, hängt die Methode des Diebstahls künftig von der Art des Fahrzeugs ab.

Für ältere Autos bleibt der bewährte Weg erhalten: Fenster einschlagen, Tür öffnen, Zündung kurzschließen und abfahren. Wer es leiser mag, kann stattdessen auf ein sogenanntes „Slim Jim“ zurückgreifen – ein Werkzeug, das auch Pannenhilfen verwenden, um verschlossene Autos zu öffnen. Diese Methode erfordert allerdings ein kurzes Minispiel mit dem Analogstick des Controllers. Deutlich komplizierter wird es bei neueren Fahrzeugen, die mit elektronischen Schlüsselsystemen ausgestattet sind.

Für moderne Autos, einschließlich der zu erwartenden Tesla-Parodie im Spiel, reichen die klassischen Methoden nicht mehr aus. Spieler benötigen stattdessen einen Schlüsselkloner, der einen sogenannten „Relay-Angriff“ ermöglicht. Diese Technik imitiert das Funksignal der Schlüsselanhänger neuerer Fahrzeuge und erlaubt es Kriminellen, das Auto zu öffnen, ohne den Alarm auszulösen – ein Vorgehen, das auch in der realen Welt zunehmend von Autodieben genutzt wird.

Rob Nelson, Co-Studioleiter von Rockstar North, erklärte gegenüber IGN, dass man bewusst Schichten in die Fahrzeugsicherheit eingebaut habe. „Früher konnte man einfach Dreieck drücken, um jedes Fahrzeug zu kurzschließen und loszufahren. Wir hatten das Gefühl, dass dabei viel Gameplay-Potenzial auf der Strecke blieb, was Fortschritt und Entscheidungsfindung angeht“, so Nelson. Die neuen Mechanismen sollen den Fahrzeugen mehr Bedeutung verleihen und die Spieler dazu zwingen, aufmerksamer zu sein.

Um herauszufinden, wie sicher ein Fahrzeug ist, steht den Spielern ein neues Gerät zur Verfügung: der WAINK-Scanner. Hält man ihn in die Nähe eines Fahrzeugs, zeigt er relevante Informationen an, darunter den Sicherheitsstatus und den Wert des Autos. Diese Details sind wichtig, denn gestohlene Fahrzeuge können künftig bei einem Hehler verkauft werden – eine Mechanik, die Rockstar bereits aus Red Dead Redemption 2 kennt, wo Spieler erlegte Tiere zu Geld machten.

Allerdings bringt die Technik auch neue Risiken mit sich. Einige Fahrzeuge sind mit Trackern ausgestattet, die den Standort des Autos an die Polizei melden können – insbesondere wenn man zu langsam fährt. Spieler müssen also einerseits aufpassen, nicht zu schnell von der Polizei entdeckt zu werden, andererseits aber auch zügig fahren, um einer Verfolgung zu entgehen. Bevor man ein gestohlenes Auto verkaufen kann, sollte man sich zudem vergewissern, dass der Tracker entfernt wurde.

Die neuen Diebstahlmechaniken sind Teil eines größeren Trends in GTA 6, das insgesamt mehr Realismus anstrebt. Bereits bekannt ist, dass Spieler ihre Fahrzeuge betanken müssen, sich durch Training fit halten und auf eine ausreichende Energiezufuhr achten sollten. Die Komplexität beim Autodiebstahl fügt sich nahtlos in dieses Konzept ein und dürfte langjährige Fans der Serie vor neue Herausforderungen stellen.

Moritz Albrecht

Autor

Redakteur vom Dienst

Moritz Albrecht berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.