Die britische Popkünstlerin Charli XCX hat mit ihrem neuen Album «Music, Fashion, Film» erneut für Aufsehen gesorgt. Die Platte, die am vergangenen Freitag erschienen ist, zeigt die Sängerin in einer bewusst provokanten Rolle: Sie präsentiert sich als «Brat» – ein Begriff, der im Englischen sowohl ein freches Kind als auch eine selbstbewusste, unangepasste Person bezeichnen kann. Mit dieser Inszenierung gelingt Charli XCX ein künstlerischer Coup, der in der internationalen Musikpresse breit diskutiert wird.

Das Album vereint auf zwölf Tracks eine Mischung aus treibenden Beats, eingängigen Melodien und ironischen Texten. Charli XCX, die bürgerlich Charlotte Emma Aitchison heißt, spielt darin bewusst mit den Klischees des Popstar-Daseins. Sie inszeniert sich als Partygirl, das gleichzeitig die Mechanismen der Musikindustrie durchschaut und kommentiert. Der Titel «Music, Fashion, Film» verweist auf die drei zentralen Felder, in denen sich die Künstlerin bewegt und die sie auf dem Album thematisch verknüpft.

Besonders auffällig ist die visuelle Umsetzung des neuen Images. In den Musikvideos und Promotionsmaterialien tritt Charli XCX in extravaganten Outfits auf, die an die Ästhetik von Underground-Filmen erinnern. Die Künstlerin, die bereits mehrfach als Stilikone gefeiert wurde, nutzt Mode und Film als narrative Elemente, um ihre musikalische Botschaft zu unterstreichen. Dabei zeigt sie ein feines Gespür für Selbstinszenierung, das in der aktuellen Popkultur selten geworden ist.

Die Kritiken zu «Music, Fashion, Film» fallen überwiegend positiv aus. Fachmagazine loben die künstlerische Konsistenz des Albums und die Fähigkeit der Sängerin, zwischen Ironie und Ernsthaftigkeit zu balancieren. Charli XCX gelinge es, so einhellige Stimmen, die Grenzen zwischen Mainstream und Avantgarde zu verwischen, ohne dabei ihre Authentizität zu verlieren. Das Album sei ein weiterer Beleg für ihr Talent, Popmusik immer wieder neu zu erfinden.

Charli XCX, die 1992 in Cambridge geboren wurde, begann ihre Karriere bereits als Teenager. Sie veröffentlichte erste Songs auf Myspace und erlangte 2012 mit dem Hit «I Love It», den sie gemeinsam mit dem schwedischen Duo Icona Pop aufnahm, internationale Bekanntheit. Seitdem hat sie sich als eine der einflussreichsten Figuren der modernen Popmusik etabliert. Ihr Stil ist geprägt von experimentellen Produktionen, die Elemente aus Elektropop, Hyperpop und Dance-Musik vereinen.

Mit dem neuen Album knüpft Charli XCX an ihre bisherigen Erfolge an, geht aber gleichzeitig neue Wege. Die Rolle der «Brat» erlaubt es ihr, gesellschaftliche Erwartungen an weibliche Popstars zu hinterfragen und mit ihnen zu spielen. In Interviews hat die Künstlerin angedeutet, dass sie mit dem Image bewusst provozieren möchte, um Diskussionen über Geschlechterrollen und die Vermarktung von Künstlerinnen anzuregen. Diese Haltung kommt bei ihrem Publikum gut an: Die ersten Verkaufszahlen deuten auf einen erfolgreichen Albumstart hin.

Die Musikwelt beobachtet die Entwicklung von Charli XCX mit großem Interesse. Ihr neues Album «Music, Fashion, Film» wird bereits als eines der wichtigsten Pop-Alben des Jahres gehandelt. Die Künstlerin selbst scheint die Aufmerksamkeit zu genießen und nutzt sie, um ihre künstlerische Vision weiterzuverfolgen. Ob die «Brat»-Rolle nur ein vorübergehendes Phänomen oder ein dauerhafter Bestandteil ihres Images bleibt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Fest steht jedoch, dass Charli XCX mit diesem Album einmal mehr bewiesen hat, dass sie zu den kreativsten Köpfen der internationalen Popmusik zählt.