Kultur 3 Min. Lesezeit Von Lukas Seifert
Wolverine-Darsteller Liam McIntyre reagiert gelassen auf harte Fan-Kritik
Liam McIntyre, der neue Sprecher und Darsteller von Wolverine im gleichnamigen Insomniac-Spiel, zeigt sich unbeeindruckt von der teils brutalen Kritik der Fans. Der Schauspieler verweist auf seine Erfahrung mit toxischen Reaktionen seit seiner Zeit bei Spartacus.
Liam McIntyre, der im kommenden Marvel-Spiel Wolverine den titelgebenden Mutanten verkörpert, hat sich zu den teils heftigen Reaktionen der Fans geäußert. Der Schauspieler zeigte sich in einem Beitrag auf X gelassen und betonte, dass ihn die Kritik nicht aus der Bahn werfe. «Ich habe Dinge gelesen, die ihr nicht glauben würdet», schrieb McIntyre. «Ich hoffe einfach, dass alle Spaß haben. Ich bin verdammt stolz auf dieses Spiel. Es macht riesigen Spaß.»
Die Diskussion um Marvel’s Wolverine war in den vergangenen Wochen kaum zu übersehen. Viele Spielerinnen und Spieler kritisierten die Art Direction von Insomniac Games, das Charakterdesign und einzelne Gameplay-Segmente, die in Vorschauen und frühen Tests zu sehen waren. Ein zentraler Streitpunkt ist dabei die Besetzung von McIntyre. Einige Fans finden, dass er dem ikonischen Mutanten nicht ähnlich genug sehe, andere bemängeln, dass die Gesichtsscans und der Grafikstil seinem Aussehen nicht gerecht würden.
McIntyre ist mit öffentlichem Gegenwind jedoch bestens vertraut. Seine Karriere begann mit der undankbaren Aufgabe, in der Starz-Serie Spartacus die Nachfolge des verstorbenen Andy Whitfield anzutreten. Whitfield hatte die Rolle in der ersten Staffel Blood and Sand gespielt, erkrankte jedoch an einem Non-Hodgkin-Lymphom und starb 2011. McIntyre übernahm die Rolle und sah sich damals ebenfalls mit heftigen Reaktionen konfrontiert. «Meine Karriere begann mit der Verantwortung, für den unglaublichen Andy Whitfield einzuspringen», erinnerte er sich. «Ich habe Dinge gelesen, die ihr nicht glauben würdet.»
Der Vergleich zu Hugh Jackman, der Wolverine in fast allen modernen X-Men-Filmen verkörpert hat, dürfte die Erwartungen zusätzlich befeuern. Für viele Zuschauer ist Jackman das Gesicht der Figur. McIntyre stellt nun eine deutliche Veränderung dar. Dennoch zeigt er sich begeistert von der Chance, seine eigene Version des griesgrämigen Mutanten zu präsentieren. In einem früheren Beitrag auf X bedankte er sich bei Marvel Games und Insomniac Games für das Vertrauen: «Ich weiß nicht, was das Schicksal morgen für uns bereithält, aber ich möchte einfach allen für diese einmalige Gelegenheit danken. Ich bin so stolz. Was für eine Reise.»
Marvel’s Wolverine ist offiziell seit dem Abend für alle Spielerinnen und Spieler erhältlich. Die Kritiken fielen gemischt aus. IGN vergab eine Wertung von sechs von zehn Punkten und bezeichnete das Spiel als «Standard-Superheldenkost», dessen «geschmeidiges und befriedigendes Kampfsystem lange vor dem Ende dünn wird». Ob Insomniacs neuestes Werk die Erwartungen erfüllen kann, bleibt abzuwarten. McIntyre jedenfalls lässt sich von der lautstarken Debatte nicht beirren und freut sich auf die Reaktionen der Community.



