Der ehemalige Schwergewichtsboxer Axel Schulz hat dem Museum für Sächsische Volkskunst in Dresden ein ungewöhnliches Exponat übergeben: seine Lieblingsbadehose. Das Kleidungsstück, das der Sportler über viele Jahre trug, soll künftig in einer Ausstellung zur Badekultur gezeigt werden. Schulz selbst betonte bei der Übergabe, die Hose verbinde auf einzigartige Weise Sportgeschichte mit Badekultur.

Die Badehose des 55-jährigen Ex-Boxers ist kein gewöhnliches Kleidungsstück. Sie begleitete Schulz durch zahlreiche Trainingseinheiten und private Momente. Das Museum, das für seine Sammlung zur Volkskunst und Alltagskultur bekannt ist, sieht in der Schenkung eine Bereicherung. Die Kuratoren planen, die Hose in einen größeren Kontext zur Geschichte des Badens und der Freizeitkultur in Deutschland einzubetten.

Axel Schulz, der in den 1990er Jahren zu den bekanntesten deutschen Boxern zählte, erklärte, er habe sich bewusst für dieses Museum entschieden. Die Einrichtung in Dresden habe eine lange Tradition, Alltagsgegenstände mit kulturellem Wert zu sammeln. Seine Badehose sei ein Stück persönlicher Geschichte, das nun Teil dieser Sammlung werde. Schulz hofft, dass Besucherinnen und Besucher durch das Exponat einen neuen Blick auf die Verbindung von Sport und Alltagskultur gewinnen.

Die Schenkung erfolgte im Rahmen einer kleinen Zeremonie im Museum. Museumsdirektorin Dr. Anja Richter zeigte sich erfreut über die Geste. Sie betonte, dass Exponate wie diese oft die größte Anziehungskraft auf das Publikum ausübten, da sie persönliche Geschichten erzählten. Die Badehose von Axel Schulz sei ein solches Objekt, das sowohl Sportfans als auch kulturhistorisch Interessierte anspreche.

Die Ausstellung, in der die Badehose gezeigt werden soll, widmet sich der Entwicklung der Badekultur in Sachsen und darüber hinaus. Sie beleuchtet, wie sich Badekleidung im Laufe der Jahrzehnte verändert hat und welche gesellschaftlichen Entwicklungen sich darin widerspiegeln. Schulz‘ Hose wird als Beispiel für die informelle Bademode der 1990er und 2000er Jahre präsentiert.

Axel Schulz selbst zeigte sich bei der Übergabe sichtlich bewegt. Er erzählte, dass die Hose ihn an viele schöne Momente erinnere, darunter Urlaube mit der Familie und entspannte Stunden nach harten Trainingseinheiten. Dass das Kleidungsstück nun im Museum lande, sei für ihn eine Ehre. Er hoffe, dass es den Besuchern ebenso viel Freude bereite wie ihm selbst.

Das Museum für Sächsische Volkskunst plant, die Badehose ab dem kommenden Frühjahr in einer Sonderausstellung zu präsentieren. Die Schau wird voraussichtlich mehrere Monate laufen und auch andere prominente Leihgaben aus dem Bereich Sport und Freizeit umfassen. Die Kuratoren arbeiten derzeit an der genauen Gestaltung der Ausstellungsräume.

Die Schenkung von Axel Schulz ist nicht die erste prominente Objektübergabe an das Museum. Bereits in der Vergangenheit haben bekannte Persönlichkeiten Alltagsgegenstände gestiftet, die einen besonderen kulturellen oder historischen Wert besitzen. Die Einrichtung versteht sich als Bewahrerin der sächsischen Alltagskultur und freut sich über jede Bereicherung ihrer Sammlung.

Mit der Übergabe seiner Lieblingsbadehose setzt Axel Schulz ein Zeichen für die Wertschätzung von Alltagskultur. Der ehemalige Boxer, der nach seiner aktiven Karriere als Trainer und Kommentator tätig war, zeigt damit, dass auch scheinbar banale Gegenstände eine tiefere Bedeutung haben können. Die Badehose wird künftig nicht nur als Kleidungsstück, sondern als Zeitzeuge einer ganzen Epoche betrachtet.