Politik 3 Min. Lesezeit Von Leonie Vogt
Koalition einigt sich wohl auf Ende der Einspeisevergütung für Solaranlagen
Union und SPD verhandeln seit Monaten über eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Nun könnte eine Einigung bevorstehen, die die Einspeisevergütung abschafft.
Die Einspeisevergütung für Solaranlagen steht vor dem Aus. Nach monatelangen Verhandlungen zwischen Union und SPD über eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) könnte nun ein Kompromiss bevorstehen, wie T-Online berichtet. Für Besitzerinnen und Besitzer von Photovoltaikanlagen wäre das eine spürbare Veränderung.
Die Einspeisevergütung garantiert Betreibern von Solaranlagen seit Jahren eine feste Vergütung für den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom. Genau dieses Modell soll nach den aktuellen Plänen wegfallen. Die Einigung zwischen den Koalitionspartnern ist den Angaben zufolge noch nicht endgültig besiegelt, der sogenannte EEG-Kompromiss liegt aber offenbar bereits auf dem Tisch. Die Verhandlungen über die Novelle ziehen sich schon seit Monaten hin, und ein Ergebnis gilt nun als greifbar nah.
Parallel dazu wächst das Interesse an Heimspeichern. Laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks werden Photovoltaik-Heimspeicher zunehmend günstiger und beliebter. Viele Haushalte setzen darauf, selbst erzeugten Solarstrom zwischenzuspeichern und später im eigenen Haushalt zu verbrauchen, statt ihn ins Netz einzuspeisen. Der Trend zum Eigenverbrauch hat damit eine zusätzliche Dynamik bekommen, die unabhängig von der politischen Entscheidung wirkt.
Der Südwestrundfunk weist darauf hin, dass sich eine Solaranlage mit Heimspeicher auch ohne die bisherige Förderung rechnen kann. Wer die Anlage so auslegt, dass der erzeugte Strom möglichst im eigenen Haus genutzt wird, könnte demnach unabhängiger von den Vergütungsregeln bleiben. Die Rentabilität hängt jedoch von Anlagengröße, Stromverbrauch und den jeweiligen Strompreisen ab. Eine pauschale Aussage über die Wirtschaftlichkeit lässt sich daraus nicht ableiten, weshalb eine individuelle Prüfung sinnvoll bleibt.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet die mögliche Reform vor allem Planungsunsicherheit. Wer derzeit über eine Solaranlage nachdenkt, muss die künftigen Förderbedingungen im Blick behalten. Die Berichte zeigen zugleich, dass Heimspeicher für viele Haushalte eine Option sein können, um auch künftig vom eigenen Solarstrom zu profitieren. Ob und in welchem Umfang die Einspeisevergütung tatsächlich wegfällt, wird sich erst mit dem endgültigen Beschluss der Koalition zeigen.
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