Junkr

Freitag, 6. November 2026 · Berlin

Suche

Lebensstil 3 Min. Lesezeit Von

Take-Two-Chef Strauss Zelnick nennt seine Tipps für ein gesundes Leben

Der Chef des GTA-6-Publishers Take-Two, Strauss Zelnick, erklärt, wie er fit und gesund bleiben will, und grenzt sich von extremen Longevity-Ansätzen ab.

Take-Two-Chef Strauss Zelnick nennt seine Tipps für ein gesundes Leben
© ign.com

Strauss Zelnick, Chef des Spieleherstellers Take-Two, der unter anderem hinter der Reihe Grand Theft Auto steht, hat seine Ratschläge für ein gesundes, fittes und langes Leben öffentlich gemacht. Der Manager, der 2018 ein Buch über das Älterwerden und das Gefühl, jünger zu sein, veröffentlicht hat, setzt dabei auf bodenständige Grundregeln statt auf spektakuläre Versprechen.

An erster Stelle steht für Zelnick der Verzicht auf Rauchen sowie der Verzicht auf Alkohol und Drogenmissbrauch. Daneben empfiehlt er etwa 30 Minuten Spazierengehen an vier bis fünf Tagen pro Woche. Auch die Ernährung soll nach seiner Auffassung verantwortungsvoll sein, aber nicht extrem. Einen Schlafbedarf von rund sieben Stunden hält er für richtig; wer regelmäßig weniger als sechs Stunden schläft, beeinträchtige seine Entscheidungsfähigkeit. Außerdem betont er die Bedeutung enger Beziehungen und einer funktionierenden Gemeinschaft.

Der Ansatz grenzt sich bewusst von der Longevity-Szene ab. Zelnick erklärt, er sei zwar mit dem bekannten Anti-Aging-Unternehmer Bryan Johnson befreundet, teile dessen Herangehensweise an ein möglichst langes Leben aber nicht. Ähnlich argumentiert der frühere Mediziner Peter Attia, der dafür plädiert, sich auf die Gesundheitsspanne statt auf die reine Lebensdauer zu konzentrieren. Die Frage, wie lange ein Mensch lebt, ist für Zelnick damit weniger wichtig als die Frage, wie gut er in diesen Jahren leben kann.

Zelnick lehnt zudem nicht zugelassene Peptide ab und fordert eine Kontrolle durch die US-Arzneimittelbehörde FDA. Damit verweist er auf ein Feld, in dem Angebote teils ohne ausreichende Prüfung auf den Markt kommen, und macht deutlich, dass er Eigenversuche mit unerprobten Substanzen für riskant hält.

Deutlich offener zeigt er sich gegenüber GLP-1-Medikamenten zur Gewichtsreduktion, die er ausdrücklich befürwortet. Betroffene müssten sich dafür nicht schämen, so seine Haltung. Als Beispiel schildert er ein Mitglied seines Fitnessstudios, das ihn um Rat zum Abnehmen bat und daraufhin an einen Endokrinologen verwiesen wurde. Der Fall zeigt nach seiner Darstellung, dass die Entscheidung über solche Mittel in ärztliche Hände gehört, statt auf Empfehlungen aus dem Freundeskreis oder dem Sportstudio zu beruhen.

Zelnicks Botschaft ist insgesamt unspektakulär: Wer früh mit dem Rauchen aufhört, sich regelmäßig bewegt, ausreichend schläft und seine Beziehungen pflegt, schafft nach seiner Überzeugung die wichtigsten Voraussetzungen für ein gesundes Leben. Damit steht er bewusst im Gegensatz zu den aufwendigen und kostspieligen Routinen, die in der Longevity-Debatte oft im Mittelpunkt stehen.

3Aufrufe

Leonie Vogt

Autor

Gesellschaftsreporterin

Leonie Vogt berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.