Kultur 4 Min. Lesezeit Von Moritz Albrecht
Modern Warfare 4 bringt neue Perks und Elite-Perks nach Warzone
Mit Season 1 kommt Modern Warfare 4 zu Warzone, zugleich wurde das Perk-System überarbeitet. Neue Elite-Perks lassen sich nur im Spiel freischalten und ersetzen das bisherige Setup teilweise.
Mit Season 1 hält Modern Warfare 4 Einzug in Warzone und bringt neben neuen Waffen und Ausrüstung auch ein überarbeitetes Perk-System mit. Wer seine Ausrüstung neu zusammenstellt, sollte sich die Änderungen genau ansehen, denn einige Perks, die bisher unverzichtbar schienen, sind inzwischen weniger wichtig als gedacht. Das Perk-System wurde in diesem Jahr grundlegend überarbeitet, und die Neuerungen betreffen sowohl die Auswahl als auch die Logik, nach der Perks in der Ausrüstung kombiniert werden.
Insgesamt stehen 18 Perks zur Verfügung, davon 15 klassische Loadout-Perks und drei neue Elite-Perks. Die Elite-Perks sind nicht im Loadout-Menü wählbar, sondern lassen sich ausschließlich innerhalb einer Partie erwerben, etwa an Kaufstationen oder über Versorgungsmissionen, die als Supply-Run-Verträge bezeichnet werden. Ausgerüstet werden kann immer nur ein Elite-Perk gleichzeitig, und zwar als vierter Perk neben den drei regulären Slots. Das bedeutet, dass der Erwerb während einer Partie eine Entscheidung im laufenden Spiel verlangt und nicht bereits vor dem Start festgelegt werden kann.
Eine der auffälligsten Änderungen betrifft den Tactical Sprint. Er ist kein Perk mehr, sondern steht nun allen Spielern standardmäßig zur Verfügung. Damit entfällt die Notwendigkeit, dafür einen Perk-Platz zu opfern, und dieser Platz kann stattdessen für andere Fähigkeiten genutzt werden. Für Spieler, die bisher auf schnelle Bewegung angewiesen waren, bedeutet das einen spürbaren Vorteil bei der Zusammenstellung ihres Loadouts.
In Perk-Slot 1 stehen unter anderem Field Medic, Hunter, Stocked, Incognito und Surveyor zur Auswahl. Für Slot 2 gibt es Mountaineer, Adaptive, Scavenger, Drill Instructor und Deft Hands. Slot 3 umfasst Berserker, Quick Fix, Survivor, Tempered und den neuen Wingman. Wingman ist dabei die auffälligste Neuerung für Teamspieler: Er macht das Wiederbeleben von Teammitgliedern günstiger und verhindert, dass Gegner durch eine Leuchtrakete sichtbar werden. Gerade in Partien, in denen Teams eng zusammenarbeiten, dürfte dieser Perk eine wichtige Rolle spielen.
Bei den Elite-Perks handelt es sich um Athleticism, der die Bewegung verbessert, Phantom, der die Tarnung unterstützt, und Fieldcraft, der Rüstung und Ausrüstung regeneriert. Auffällig ist, dass Warzone in diesem Jahr keinen Ghost-Perk mehr bietet. Incognito reduziert lediglich die Sichtbarkeit auf dem Radar und ersetzt damit die frühere Tarnfunktion nur teilweise. Wer sich bisher auf den Ghost-Perk verlassen hat, muss sein Vorgehen daher anpassen und die Wirkung von Incognito realistisch einschätzen.
Welche Perks sich lohnen, hängt laut den Hinweisen stark vom eigenen Spielstil ab. Besonders Medic-orientierte und aggressive Builds werden in der neuen Konstellation bevorzugt. Wer im Team agiert und Mitspieler unterstützt, findet mit Wingman und den Heilungsoptionen eine sinnvolle Grundlage. Wer dagegen allein vorrückt, kann mit Bewegungs- und Tarnfähigkeiten arbeiten, muss dabei aber auf den Verzicht auf den Ghost-Perk achten. Eine pauschale Empfehlung für einen einzigen Build gibt es damit nicht.
Die Überarbeitung zeigt, dass die Entwickler das Perk-System stärker um Spielweisen herum aufbauen wollen, statt einzelne Fähigkeiten nur zu verbessern. Ob sich die neuen Elite-Perks langfristig durchsetzen, wird sich im Verlauf von Season 1 zeigen, wenn Spieler die Kombinationen in größerer Zahl ausprobieren. Bis dahin bleibt die Frage, welche Kombination sich in der Praxis als die stärkste erweist, offen.
Quelle: gamespot.com
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