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Mittwoch, 2. September 2026 · Berlin

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Warhammer Age of Sigmar: Deathmaster lässt Spieler als heimlichen Skaven-Assassinen spielen

In Warhammer Age of Sigmar: Deathmaster schlüpfen Spieler in die Rolle des Skaven Vihneek. Eine Vorschau zeigt: Das 2D-Seitenscroller-Abenteuer erinnert an Hollow Knight, setzt auf Stealth-Mechaniken und ungewöhnliche Bewegungsfreiheit an Wänden und Decken.

Warhammer Age of Sigmar: Deathmaster lässt Spieler als heimlichen Skaven-Assassinen spielen
Warhammer Age of Sigmar: Deathmaster Plays a Bit Like a Stealthy Hollow Knight | IGN Preview

Die Skaven, die riesigen, hinterhältigen Rattenmenschen aus dem Warhammer-Universum, bekommen in „Warhammer Age of Sigmar: Deathmaster“ endlich eine Hauptrolle. In den meisten Spielen dienen sie nur als Kanonenfutter für Horden-Action wie in „Vermintide“. Der neue 2D-Seitenscroller setzt dagegen auf Stealth und Geschicklichkeit: Spieler schlüpfen in die Rolle von Vihneek, einem Skaven, der zunächst gefesselt in einer Grube voller Leichen landet und sich von dort aus durch düstere, von Ratten bevölkerte Umgebungen kämpfen muss.

Das Leveldesign erinnert laut einer ersten Vorschau stark an „Hollow Knight“. Erkundung wird belohnt, und viele Räume verlangen nachdenkliches Vorgehen, um den richtigen Weg zu finden. Die Umgebungen sind düster und verwunschen, mit geschichteten Höhlen, die in den Hintergrund reichen. Für Kenner der Warhammer-Welt ist die Atmosphäre klar erkennbar: Die Skaven sind in ihrer ganzen tückischen Pracht vertreten, mit verfeindeten Clans und einer unterirdischen Welt voller Intrigen.

Besonders hervorzuheben ist die Bewegungsfreiheit. Vihneek kann an den meisten Wänden und Decken entlanglaufen, was das Spielgefühl deutlich von anderen Seitenscrollern unterscheidet. Die Animationen unterstützen diesen Eindruck: Der Protagonist wirkt wie ein agiler, seltsamer kleiner Kerl, der sich schnell und unterhaltsam steuern lässt. Zu Beginn ist der Spieler jedoch fast machtlos und muss sich auf Heimlichkeit verlassen. Wachen töten Vihneek bei Kontakt sofort, und auch ihre Projektilwaffen sind erstaunlich präzise. Verstecke hinter Vorhängen, das Löschen von Lichtern und das Werfen von Schädeln als Ablenkung gehören zu den wichtigsten Werkzeugen.

Ein besonderes Feature ist der Instinkt-Sichtmodus, der den Charakter an Ort und Stelle friert, aber Sichtkegel von Gegnern und interaktive Objekte sichtbar macht. So lassen sich etwa Kisten von Kränen auf Feinde fallen. Auch die Kamera kann mit dem rechten Stick in alle Richtungen bewegt werden, um den nächsten Vorsprung oder Ausgang zu finden. Optional können Spieler nach Warpstein suchen, der magischen Substanz, die die Skaven einst zu intelligenten Wesen machte und ihre Technologie antreibt. Das Sammeln des begehrten Materials gewährt zusätzliche Fähigkeitspunkte.

Im Verlauf des Spiels findet Vihneek einen Schild, mit dem er Wachen niederstrecken kann. Damit verändert sich der Spielfluss: Statt nur zu schleichen, kann der Spieler Gegner von hinten mit einem einzigen Tastendruck exekutieren. Allerdings erzeugt Laufen und Fallen Geräusche, sodass Vorsicht weiterhin geboten ist. Als Vihneek schließlich von einem Ratten-Oger gejagt wird, rettet ihn ein mysteriöses weißes Nagetier mit Klingen als Hände. Dieses zwingt ihn quasi, sich dessen Clan anzuschließen.

Vihneek wird daraufhin zum Night Runner, einer Art Elite-Ninja-Assassine der Skaven. Das bringt nicht nur ein neues Outfit, sondern auch neue Fähigkeiten mit sich. Direkt freigeschaltet wird ein Enterhaken, mit dem sich bisher unerreichbare Orte erreichen lassen. Weitere Fähigkeiten wie das Dämpfen von Schritten oder Rauchbomben können gegen Warpstein erworben werden. In der kurzen Demo war es nicht möglich, diese im Clan-Versteck zu kaufen, doch die Richtung ist klar: Das Spiel entwickelt sich zunehmend zu einem Power-Fantasy-Erlebnis. Der Spieler bleibt zwar zerbrechlich, wird aber zum Jäger, der Gegner mithilfe von Umgebungsfallen, Ablenkungen und Verstecken systematisch ausschaltet.

Die Qualität der Geschichte bleibt nach der rund 30-minütigen Demo noch offen. Das Gameplay hingegen überzeugt bereits jetzt mit einer gelungenen Mischung aus Stealth, Plattform-Herausforderungen und der ungewöhnlichen Bewegungsfreiheit eines Skaven. „Warhammer Age of Sigmar: Deathmaster“ erscheint voraussichtlich für PC und Konsolen, ein genaues Datum steht noch aus.

Marlene Brandt

Autor

Kulturkorrespondentin

Marlene Brandt berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.