Kultur 3 Min. Lesezeit Von Moritz Albrecht
Pete Davidson und Colin Jost beweisen mit Fähren-Comedy-Show Mut
Pete Davidson und Colin Jost haben aus einer stillgelegten Staten-Island-Fähre eine Comedy-Bühne gemacht. Die Show «Snapple Island Ferry Comedy Show» feiert Risikobereitschaft in einer Zeit, in der junge Menschen laut Experten immer vorsichtiger werden.
Pete Davidson und Colin Jost haben bewiesen, dass sich ihr ungewöhnlicher Kauf der stillgelegten Staten-Island-Fähre doch gelohnt hat. Die beiden Komiker verwandelten das Schiff in eine schwimmende Comedy-Bühne und veranstalteten die «Snapple Island Ferry Comedy Show». Damit widerlegen sie all jene, die sie für den Erwerb der ausrangierten Fähre verspottet hatten.
Die Idee zu der Show entstand vor dem Hintergrund einer wachsenden Debatte über die Risikoscheu junger Menschen. In den sozialen Medien kursierte während der Anfahrt zur Veranstaltung ein Beitrag des Professors Arthur Brooks, der die These vertrat, die Generation Z sei «vielleicht die risikoscheuste Generation der Geschichte». Die Fähren-Show setzt dieser Haltung bewusst etwas entgegen: Sie feiert den Mut, etwas Unkonventionelles zu wagen, und macht aus einem belächelten Projekt ein unterhaltsames Erlebnis.
Davidson und Jost, beide gebürtige New Yorker mit enger Verbindung zu Staten Island, hatten die Fähre vor einiger Zeit gekauft. Der Kauf wurde in der Öffentlichkeit und in den Medien zunächst als skurrile Idee belächelt. Nun zeigt sich, dass die beiden Komiker damit ein Zeichen setzen wollten: gegen die Angst vor dem Scheitern und für die Freude am Experiment. Die «Snapple Island Ferry Comedy Show» ist dabei mehr als eine einmalige Aktion – sie steht für eine Haltung, die gerade jungen Menschen Mut machen soll, eigene Wege zu gehen.
Die Veranstaltung fand auf dem umgebauten Schiff statt und zog Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken auf sich. Besucherinnen und Besucher erlebten Comedy in einem ungewöhnlichen Ambiente, das die maritime Atmosphäre der Fähre mit der Energie einer Live-Show verbindet. Für Davidson und Jost ist das Projekt auch eine Hommage an ihre Heimat und an die Kultur der Stadt New York, in der die Staten-Island-Fähre seit jeher ein vertrautes Symbol ist.
Der Erfolg der Show könnte ein Umdenken anstoßen. In einer Zeit, in der viele junge Menschen zögern, Risiken einzugehen, zeigen Davidson und Jost, dass sich der Einsatz lohnen kann. Die beiden Komiker haben damit nicht nur ihre Kritiker verstummen lassen, sondern auch ein Zeichen für kreative Freiheit und Unternehmergeist gesetzt. Ob die Fähre dauerhaft als Veranstaltungsort genutzt wird, ist noch offen – doch die erste Ausgabe der «Snapple Island Ferry Comedy Show» hat bereits bewiesen, dass aus einer belächelten Idee ein Erfolg werden kann.



