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Sonntag, 20. September 2026 · Berlin

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«Resident Evil» spült frisches Blut in den Herbstkinostart

Zach Creggers R-Rated-Neuinterpretation von «Resident Evil» legt den stärksten Start der Franchise-Geschichte hin und könnte das US-Herbstgeschäft mit bis zu 60 Millionen Dollar ankurbeln.

«Resident Evil» spült frisches Blut in den Herbstkinostart
‘Resident Evil’ Reviving Fall With $53M-$60M U.S. Opening: Best Ever For Zach Cregger & Franchise – Box Office Update

Zach Creggers Neuinterpretation von «Resident Evil» hat am Startwochenende für einen der stärksten Kinostarts des bisherigen Herbstes gesorgt. Der R-Rated-Film spielte am Freitag nach Angaben des Studios Sony 26,3 Millionen Dollar in den USA ein und lief dabei auf 3.684 Leinwänden. Damit war er mit deutlichem Abstand die erfolgreichste Neuveröffentlichung des Tages.

Für das gesamte Drei-Tage-Wochenende nennt Sony eine Spanne von 53 bis 55 Millionen Dollar. Branchenbeobachter gehen laut übereinstimmenden Einschätzungen sogar von bis zu 60 Millionen Dollar aus. Sollte sich die höhere Prognose bestätigen, wäre es der beste US-Start, den die «Resident-Evil»-Reihe je verzeichnet hat – und zugleich der erfolgreichste Kinostart in der Karriere von Regisseur Zach Cregger.

Der Film kommt zu einem Zeitpunkt in die Kinos, an dem das Herbstgeschäft nach einem eher verhaltenen Start von «Practical Magic 2» am vorangegangenen Wochenende neue Impulse braucht. Die Horror- und Zombie-Nische erweist sich dabei erneut als verlässlicher Publikumsmagnet: Das Publikum ist bereit, sich pünktlich zur beginnenden Herbstsaison erschrecken zu lassen, und die Adaption eines bekannten Videospiel-Franchise trifft offenbar einen Nerv.

Die Vorlage stammt aus der gleichnamigen, seit Jahrzehnten erfolgreichen Videospielserie von Capcom, die bereits mehrfach für Kino und Fernsehen adaptiert wurde. Creggers Version setzt dabei auf eine härtere, erwachsene Ausrichtung und trägt ein R-Rating – ein Umstand, der in der Vergangenheit oft als Risiko für die Breitenwirkung galt, sich hier aber offenbar nicht negativ auf die Besucherzahlen auswirkt.

Für Sony ist der starke Auftakt ein wichtiger Erfolg im Herbstprogramm. Die genauen Zahlen zum endgültigen Wochenendergebnis dürften im Laufe des Sonntags und Montags feststehen, wenn die tatsächlichen Ticketverkäufe vollständig ausgezählt sind. Bis dahin bleibt die Spanne zwischen der konservativen Studio-Schätzung und den optimistischeren Prognosen der Konkurrenz bestehen.

Neben dem kommerziellen Ergebnis sorgt der Film auch in der Fangemeinde für Gesprächsstoff. Anhänger der Videospielreihe hatten im Vorfeld Kritik an der Umsetzung geäußert; einige dieser Einwände wurden nach Einschätzung von Beobachtern bereits in einer anderen Verfilmung aufgegriffen. Zudem gibt es im neuen «Resident Evil» einen Cameo-Auftritt des Regisseurs, der allerdings nicht visuell, sondern nur akustisch wahrnehmbar sein soll. Auch die Besetzung der Figur Carl sorgt für Wiedererkennung: Hinter ihr steht ein Schauspieler, der dem Publikum aus anderen Produktionen vertraut ist.

Ob der starke Start sich über die kommenden Wochen hält, hängt maßgeblich davon ab, wie der Film an den folgenden Wochenenden gegen neue Konkurrenz besteht. Für den Herbstkinomarkt insgesamt ist der Auftakt jedoch ein Signal, dass das Publikum weiterhin bereit ist, für bekannte Marken und Genreware ins Kino zu kommen – vorausgesetzt, die Umsetzung trifft den Zeitgeist.

Moritz Albrecht

Autor

Redakteur vom Dienst

Moritz Albrecht berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.