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Macklemore und Aurora rufen in Paris zur Solidarität mit Palästina auf

Bei einem ausverkauften Benefizkonzert in Paris haben Macklemore und Aurora zur Solidarität mit den Palästinensern aufgerufen. Die Veranstaltung war Teil der »Free Palestine Tour«, die nach Macklemores Ausladung von Ed Sheerans US-Tour ins Leben gerufen wurde.

Macklemore und Aurora rufen in Paris zur Solidarität mit Palästina auf
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Macklemore und Aurora haben bei einem ausverkauften Benefizkonzert in Paris zur Solidarität mit den Palästinenserinnen und Palästinensern aufgerufen. Der Auftritt im Accor Arena fand am 29. Oktober statt und war das zweite von drei europäischen Konzerten der »Free Palestine Tour« des US-Rappers.

Macklemore hatte die Tour selbst organisiert, nachdem er im September von Ed Sheerans US-Tour ausgeladen worden war. Auslöser waren seine Aussagen auf der Bühne zur Unterstützung der Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland. Auf der Pariser Bühne traten neben Aurora die französische Sängerin Pomme, Portugal. The Man, DJ Habibeats, Redveil, Siba, Tamer Nafar, Xiuhtezcatl Martinez und Zeyne auf. Dazu kamen Gastredner und Aktivistinnen und Aktivisten.

Macklemore erklärte vor dem Publikum, alle Künstler und Redner seien mit einem gemeinsamen Ziel zusammengekommen: einem freien Palästina. »Man kann die Geschichte eines Volkes nicht auslöschen, indem man sie ignoriert«, sagte er. Die Welt erlebe einen kollektiven Erwachensprozess. Mit Blick auf die Nachrichten sprach er davon, dass man seit drei Jahren einen live gestreamten Völkermord auf dem Smartphone verfolge. Man könne keinen anderen Menschen entmenschlichen, ohne sich selbst zu entmenschlichen.

Aurora spielte ihren Song »The Seed« aus dem Jahr 2019 und meldete sich anschließend mit einem emotionalen Beitrag auf Instagram zu Wort. Sie dankte dem Pariser Publikum für die Solidarität mit dem palästinensischen Volk und erinnerte daran, dass man beim Thema Palästina auch über den Kongo, Syrien, den Sudan, den Jemen, den Libanon und Haiti sprechen müsse. Zudem hob sie die Lage von Frauen im Iran und in Afghanistan hervor. Als Mittel nannte sie öffentliche Demonstrationen, Spenden, Boykotte und politische Teilhabe. »Wir müssen unsere Stimmen nutzen, unser Bewusstsein, unsere Macht. Wir müssen handeln«, schrieb sie.

Die norwegische Sängerin hatte schon 2024 bei einem Auftritt in Glastonbury ihr Lied »The Seed« den Kindern in Palästina gewidmet und die Staats- und Regierungschefs der Welt scharf kritisiert. Unter den Gastrednern in Paris waren der Journalist Ahmed Shihab-Eldin, die Schauspielerin Carice van Houten aus »Game of Thrones« und Francesca Albanese, die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die Menschenrechtslage in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten. Videobotschaften der Schauspielerin Susan Sarandon, des Schauspielers Javier Bardem und Mark Ruffalos wurden eingespielt.

Die Tour hatte am Montag, dem 26. Oktober, in Dublin begonnen. Dort traten unter anderem Hozier, Kneecap und Beoga auf. Macklemore bezog sich in Dublin auf seine Ausladung von Sheerans Tour und sagte, es seien nur zwei Worte gewesen, die dazu geführt hätten: »Free Palestine«. Die Worte seien in Liebe und Befreiung verwurzelt, richteten sich gegen niemanden und seien kein Aufruf zum Hass, sondern ein Aufruf, die gemeinsame Menschlichkeit anzuerkennen. Der Rapper hat außerdem seine gesamte Gage von eine Million US-Dollar aus Sheerans Tour an sechs Organisationen gespendet, die Palästinenser unterstützen.

Die erste europäische Etappe endet am heutigen 30. Oktober im Londoner OVO Arena Wembley. Weitere Termine in den USA sollen noch bekanntgegeben werden. Die Erlöse aller drei Benefizkonzerte fließen an zwölf Organisationen, die mit Palästinensern arbeiten, darunter Medical Aid for Palestinians, das Palestine Children's Relief Fund, die Gaza Soup Kitchen, HEAL Palestine, Jewish Voice for Peace, Anera und das UNRWA USA.

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Moritz Albrecht

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Redakteur vom Dienst

Moritz Albrecht berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.