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Bungie verschiebt Destiny 3 und kündigt Rückkehr alter Inhalte an

Bungie wird auf den Game Awards kein Destiny 3 zeigen. Stattdessen arbeitet das Studio daran, Inhalte aus dem Destiny-Archiv zurück in Destiny 2 zu bringen.

Bungie verschiebt Destiny 3 und kündigt Rückkehr alter Inhalte an
ign.com

Bungie wird bei den diesjährigen Game Awards keine Ankündigung zu Destiny 3 machen. Das hat das Studio selbst klargestellt. Produktchef Josh Deane schrieb, man solle nicht erwarten, dass Destiny bei den TGAs angekündigt wird oder dass plötzlich ein Logo auftaucht, das sofort für Aufsehen sorgt. Die Zukunft der Reihe liegt nach Angaben des Studios zunächst in ihrer Vergangenheit.

Bungie will Inhalte aus dem sogenannten Destiny-Tresor zurückholen, also aus Kampagnen und Erweiterungen, die bislang nicht mehr verfügbar sind. Genannt werden ausdrücklich beliebte Fan-Favoriten wie der Red War und Forsaken, die in Destiny 2 neu umgesetzt werden sollen. Bis diese Inhalte spielbar sind, wird es allerdings noch dauern. Bungie hatte im Juni eine erste Freigabe erhalten, um den Umfang der Arbeit zu prüfen. Ein bislang nicht genanntes Studio soll bei der Wiederbelebung des Legacy-Contents helfen. Die Entscheidung zeigt, dass das Team die Vergangenheit der Reihe nicht nur als Archiv begreift, sondern als Grundlage für das nächste Kapitel.

Deane erläuterte den Zeitplan. Derzeit befinde man sich in der Vorproduktionsphase, in der überprüft werde, ob der Prozess funktioniert und das gewünschte Qualitätsniveau erreicht wird. Diese Phase soll ungefähr bis Januar oder Februar dauern. Danach sei mit rund zwölf Monaten voller Produktion zu rechnen, bis das Portieren der Inhalte abgeschlossen ist. Es handle sich um sehr viele Inhalte, so Deane. Für die Spieler bedeutet das, dass sie frühestens in einem Jahr mit einer spürbaren Veränderung rechnen können, auch wenn Zwischenschritte bereits vorher sichtbar werden sollen.

Um Fans auf dem Laufenden zu halten, hat Bungie eine Fortschrittsanzeige eingeführt, die wichtige Meilensteine markieren soll. Deane kündigte außerdem sogenannte Anker-Events an, etwa eine neue Feier in Destiny 2, die an Moments of Triumph erinnern soll. Mit Destiny Legacy beschrieb er zudem das Gesamterlebnis, das den Spielern heute geboten werden müsse. Die Formulierungen blieben vage, doch es klingt, als könnten Inhalte aus Destiny 1 nach Destiny 2 kommen. Weitere Informationen sollen im kommenden Jahr folgen, und beide Ankündigungen sollen im Februar mit der neuen Fortschrittsanzeige verbunden werden.

Bungie erwähnte zudem ein noch geheimes drittes Projekt, ohne Details zu nennen. Insgesamt sieht das Studio seine Pläne nach eigenen Angaben auf Kurs: Destiny 2 soll Inhalte zurückbekommen, die Reihe soll gefeiert werden, und es entstehe eine neue Zukunft für Destiny. Parallel arbeitet Bungie weiter am Extraction-Shooter Marathon, der früher in diesem Jahr erschienen ist. Laut Bericht könnte der März 2027 für das Spiel entscheidend werden, wenn die verbundenen PvE-, PvP- und PvEvP-Erlebnisse sowie Optionen für Solospieler und Gruppen weiter ausgebaut werden. Ob sich die Hoffnungen der Community auf eine baldige Destiny-3-Enthüllung erfüllen, bleibt damit vorerst offen.

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Lukas Seifert

Autor

Sportredakteur

Lukas Seifert berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.