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Freitag, 4. September 2026 · Berlin

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«Lego Skylines»: Entspanntes Städtebauen mit Plastiksteinen statt Stressfaktor

Auf der Gamescom vorgestellt: «Lego Skylines» will ein gemütlicherer Stadtbau-Simulator sein. Statt Stein für Stein zu setzen, fügen Spieler vorgefertigte Gebäude zusammen. Probleme wie Verbrechen oder Feuer gibt es weiterhin, aber ohne sofortigen Kollaps. Das Spiel soll 2025 erscheinen.

«Lego Skylines»: Entspanntes Städtebauen mit Plastiksteinen statt Stressfaktor
Lego Skylines Hands-On Preview: It’s a Cozy, More Relaxing City-Builder

Städtebau-Simulationen können schnell stressig werden: Verkehrsinfarkte, defizitäre Haushalte, unzufriedene Bürger. Das finnische Studio Iceflake Studios will mit «Lego Skylines» nun eine entspanntere Alternative bieten. Nach einer ersten Demo auf der Gamescom zeigt sich: Das Spiel setzt auf Gemütlichkeit statt auf Druck – und auf die Faszination von Legosteinen, ohne dass man jeden einzelnen Stein selbst setzen muss.

Statt wie in klassischen Baukästen Ziegel für Ziegel zu verbauen, wählen Spieler vorgefertigte Häuser und Gebäude aus mehreren Varianten aus und lassen sie in rasanter Geschwindigkeit zusammensetzen. Laut den Entwicklern besteht jedes Bauwerk im Spiel aus echten Lego-Steinen in realen Konfigurationen. Wer genau hinschaut, kann die einzelnen Steine sogar erkennen – etwa wenn man ein Gebäude wieder abreißt. Wer die passenden Steine zu Hause besitzt, könnte theoretisch jedes Bauwerk aus dem Spiel physisch nachbauen.

Die Kernidee beschreiben die Macher als „gemütlicher und einfacher“ im Vergleich zu anderen Städtebauern. Das bedeutet nicht, dass es keinerlei Herausforderungen gibt: Auch in «Lego Skylines» müssen sich Spieler um Verbrechen, Brände und andere Probleme kümmern, die in Städten nun einmal auftreten. Der entscheidende Unterschied: Es gibt mehr Zeit zum Reagieren. Die Stadt kollabiert nicht sofort, wenn nicht jede Angelegenheit augenblicklich gelöst wird. Unzufriedene Minifiguren mit Mistgabeln und Fackeln, weil die Gesundheitsversorgung hakt, wird es laut den Entwicklern nicht geben.

Diese Herangehensweise eröffnet unterschiedliche Spielstile. Eine Entwicklerin berichtete, sie baue zunächst eine gemütliche Stadt und kümmere sich erst um Probleme, wenn sie sich häufen. Ein Kollege bevorzugt den umgekehrten Weg: zuerst die Funktionalität sicherstellen, danach die Optik verschönern. Beides ist möglich, und genau diese Freiheit scheint ein zentraler Bestandteil des Spielprinzips zu sein.

Hinter der entspannten Fassade steckt dennoch eine beachtliche Tiefe. Wer neue Bewohner anlocken möchte, braucht Arbeitsplätze, dafür Straßen und für attraktive Ziele Werbung – etwa durch Plakatwände – sowie Verschönerungen wie Statuen, Blumen oder Springbrunnen. Spieler können jederzeit einzelne Bewohner oder Gebäude anklicken, um deren Zufriedenheit zu prüfen und herauszufinden, welche Probleme gelöst werden müssen. Der zweite Teil der Demo führte in eine bereits fertig gebaute Stadt, die zunächst überwältigend wirkte. Doch auch hier ließ sich schnell etwas verbessern: Da einige Bewohner mehr Bildungsangebote wünschten, wurde kurzerhand eine Universität außerhalb der Stadt errichtet und per Straße angebunden.

«Lego Skylines» versteht Städte als lebendige Gebilde, die sich ständig verändern – Gebäude werden versetzt, Straßen ergänzt, Parks angelegt, Geschäfte eröffnen und schließen. Die Kombination aus dem Wohlfühlfaktor klassischer Lego-Sets und einem verzeihenden Spielprinzip könnte genau das Richtige für alle sein, die beim Städtebauen eher auf Ästhetik als auf Effizienz setzen. Ein konkreter Release-Termin wurde bislang nicht genannt, das Spiel befindet sich aber in Entwicklung.

Marlene Brandt

Autor

Kulturkorrespondentin

Marlene Brandt berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.