Kultur 3 Min. Lesezeit Von Moritz Albrecht
Daisy Chain Fields: Olivia Rodrigo und Chappell Roan feiern Festival-Premiere mit Rekord-Spenden
Beim ersten Daisy Chain Fields Festival trotzten 45.000 Besucher extremer Hitze. Olivia Rodrigo und Chappell Roan headlineten die Show, die über 20 Millionen Dollar für Frauen- und Mädchenhilfsorganisationen sammelte.
Das erste Daisy Chain Fields Festival ist Geschichte – und es war ein voller Erfolg. Rund 45.000 Menschen kamen am Samstag trotz extremer Hitze zu dem neuen One-Day-Event, das Olivia Rodrigo ins Leben gerufen hat. Bei Temperaturen von bis zu 35 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von über 80 Prozent feierten die Besucher zwischen zwei Bühnen, die nur durch einen zwölfminütigen Fußmarsch getrennt waren. Schweißflecken waren so allgegenwärtig, dass die wenigen trockenen Stellen wie Flecken aussahen – doch das tat der Stimmung keinen Abbruch.
Neben Rodrigo standen unter anderem Chappell Roan und Die Spitz auf dem Programm. Besonders die junge Band Die Spitz sorgte für einen besonderen Moment: Mitten im Circle Pit wurde eine Blumenkrone in die Höhe gehalten – ein passendes Bild für ein Festival, das ganz im Zeichen von Frauen und Mädchen stand. Das Konzept „Girls to the Front“ wurde hier nicht nur als Slogan verwendet, sondern konsequent umgesetzt. Die Künstlerinnen und Künstler verzichteten auf ihre Gagen, damit 100 Prozent der Einnahmen an Hilfsorganisationen für Frauen und Mädchen in den USA und weltweit gehen konnten.
Die Spendensumme ist beeindruckend: Über 20 Millionen Dollar sind nach aktuellem Stand zusammengekommen – und die Zahl wächst weiter. Rodrigo hatte Daisy Chain Fields explizit gegründet, um Geld für wohltätige Zwecke zu sammeln. Dass die Künstlerinnen dafür auf ihre Bezahlung verzichteten, zeigt, wie ernst ihnen das Anliegen ist. Das Festival verbindet damit Popkultur mit sozialem Engagement und setzt ein Zeichen in einer Musikbranche, die immer noch stark von männlichen Headlinern geprägt ist.
Die Mischung aus etablierten Stars und aufstrebenden Acts kam beim Publikum gut an. Die Stimmung war trotz der körperlichen Strapazen durch die Hitze und die langen Wege zwischen den Bühnen durchgehend positiv. Für ein erstmaliges Festival war die Organisation offenbar bemerkenswert reibungslos – ein Grund, warum viele Besucher bereits von einer Wiederholung im nächsten Jahr sprechen dürften.
Olivia Rodrigo hat mit Daisy Chain Fields nicht nur ein weiteres musikalisches Highlight gesetzt, sondern auch gezeigt, wie Festivals als Plattform für gesellschaftliche Anliegen genutzt werden können. Die Verbindung aus Musik, Gemeinschaft und Spendenbereitschaft könnte Vorbildcharakter für andere Veranstaltungen haben. Ob und wie es im nächsten Jahr weitergeht, ist noch nicht offiziell bestätigt – die Erfolgszahlen sprechen jedoch eine deutliche Sprache.



