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Blizzard verspricht, dass WoW: Forever keine toten Server bekommt

Blizzard will bei WoW: Forever mit Werkzeugen gegen verwaiste Server vorgehen. Ein Senior Game Designer erläutert, welche Eingriffe möglich wären, falls einzelne Regelwerke nicht genug Spieler halten.

Blizzard verspricht, dass WoW: Forever keine toten Server bekommt
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Blizzard hat angekündigt, dass World of Warcraft: Forever die Fehler von WoW Classic nicht wiederholen soll. Das Studio will Werkzeuge bereitstellen, um sogenannte »tote« oder »nicht tragfähige« Server-Regelwerke zu verhindern. Spielerinnen und Spieler sollen also nicht Gefahr laufen, sich für eine Umgebung zu entscheiden, die langfristig ausstirbt.

Bei WoW Classic hatten sich mehrere Server im Laufe der Zeit geleert, weil Spielende aufhörten oder auf andere Realms wechselten. Dadurch fanden die Verbliebenen kaum noch Gruppen für Raids oder Dungeons, und auch die Wirtschaft des Servers und das Auktionshaus litten. In extremen Fällen verschenkte Blizzard kostenlose Charaktertransfers, damit Spieler ihre verwaisten Server verlassen konnten.

Forever geht einen anderen Weg. Die Welt besteht im Kern aus großen Servern, die auf bestimmte Regelwerke zugeschnitten sind. Dennoch dürften manche Spielende unsicher sein, welches Regelwerk sich langfristig als stabile Spielumgebung erweist. In der jüngsten Folge des WoW: Forever-Podcasts erklärte Blizzard, dass es Mittel besitzt, um einzugreifen, falls die Population eines Regelwerks »nicht nachhaltig« wird.

Als Beispiel nannte Senior Game Designer Josh Greenfield die getrennten Regelwerke für Rollenspiel (RP) und das neu hinzugekommene RP-PvP. Zunächst habe es Bedenken gegeben, die RP-Community zu teilen, weil eines oder beide Regelwerke sich womöglich nicht dauerhaft halten könnten. Blizzard glaube inzwischen, »es wird gut gehen«, habe aber Optionen für den Fall, dass es doch schiefgeht. »Wenn eines Tages eine oder beide dieser Populationen sich nicht mehr selbst tragen können, haben wir Möglichkeiten, etwa die Auktionshäuser zu verbinden oder Gruppenspiel in Instanzinhalten zu erlauben«, sagte Greenfield.

Greenfield betonte, dass Blizzard diesen Schritt nicht leichtfertig gehen werde, sondern nur, wenn es unbedingt nötig sei. Das Studio halte am aktuellen Weg getrennter Regelwerke fest. Während der Entwicklung habe man darüber diskutiert, Spielende verschiedener Regelwerke in Instanzen zusammenzubringen oder Auktionshäuser zusammenzulegen. Man entschied sich jedoch dafür, die Gemeinschaften getrennt zu halten, unter anderem wegen der unterschiedlichen Serverwirtschaften bei PvE- und PvP-Regelwerken. Auf einem PvE-Server sei es etwa leichter, Gold und Gegenstände zu farmen.

Eine Zusammenlegung würfe zudem Fragen auf, etwa ob Spielende über Regelwerke hinweg Gegenstände handeln dürften und welche weiteren Einschränkungen nötig wären. »Letztlich sind das unterschiedliche Denkweisen und unterschiedliche Regelwerke«, sagte Greenfield. Man wolle sie vorerst getrennt lassen. Dies sei ein Teil des ursprünglichen WoW, den man nicht vollständig aufgeben wolle. Die Technik sei jedoch so aufgebaut, dass man bei Bedarf Änderungen vornehmen könne.

Greenfield bezeichnete diese Optionen als Hebel, die man bei Bedarf betätigen könne, und sagte, es sei wichtig, flexibel zu bleiben. Für Spielende, die befürchten, sich für das falsche Regelwerk zu entscheiden, dürfte das eine gewisse Beruhigung sein. WoW: Forever erscheint am 4. November. Wer zum Starttag bereit sein möchte, kann laut Blizzard bereits jetzt bis zu drei Charaktere erstellen.

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Lukas Seifert

Autor

Sportredakteur

Lukas Seifert berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.