Wegen eines unbekannten Flugobjekts und eines verdächtigen Gegenstands hat die Polizei in der Nacht den Flugbetrieb am Flughafen Leipzig/Halle vorübergehend eingestellt. Mehrere Flüge, die den sächsischen Flughafen ansteuern wollten, wurden umgeleitet. Die Einsatzkräfte sprachen von einem «sicherheitsrelevanten Vorfall».
Bei dem Vorfall handelte es sich nach Angaben von Polizei und Flughafen um einen Großeinsatz. Die Südbahn des Flughafens wurde gesperrt. Ein Sprengstoffroboter kam zum Einsatz, um den verdächtigen Gegenstand zu untersuchen. Wie lange die Maßnahmen andauern würden, blieb zunächst unklar.
Nach ersten Berichten soll es sich bei dem unbekannten Flugobjekt um eine Drohne gehandelt haben. Eine offizielle Bestätigung der Polizei stand dazu zunächst aus. Unbemannte Fluggeräte gelten in der Nähe von Flughäfen als besonders riskant, weil sie in den Luftraum startender und landender Maschinen eindringen können.
Der Flugverkehr lag nach dem Fund stundenlang still. Flugzeuge, die sich bereits auf dem Weg nach Leipzig befanden, mussten auf andere Flughäfen ausweichen. Dadurch kam es auch bei nachfolgenden Flügen zu Verspätungen. Eine genaue Zahl der betroffenen Verbindungen nannten die Behörden in der Nacht nicht.
Der Sprengstoffroboter wurde eingesetzt, um zu klären, ob von dem verdächtigen Gegenstand eine Gefahr ausging. Die ferngesteuerten Fahrzeuge ermöglichen es der Polizei, unklare Fundstücke aus sicherer Entfernung zu untersuchen, ohne Einsatzkräfte unmittelbar zu gefährden. Das Ergebnis der technischen Prüfung wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
Nach dem nächtlichen Einsatz lief der Betrieb am Flughafen noch nicht wieder normal. Die Südbahn blieb gesperrt, während die Ermittlungen andauerten. Die Polizei prüfte, ob das unbekannte Flugobjekt und der verdächtige Gegenstand in einem Zusammenhang standen. Ob von dem Fund eine konkrete Gefahr ausgegangen war, ließ sich nach Angaben der Behörden erst nach Abschluss der Untersuchung beurteilen.
Für Passagiere bedeutete der Vorfall erhebliche Beeinträchtigungen. Flüge, die nach Leipzig/Halle führen sollten, wurden umgeleitet oder starteten mit deutlicher Verspätung. Reisende, deren Maschine auf einem anderen Flughafen gelandet war, mussten längere Wartezeiten einplanen. Betroffene Passagiere mussten sich auf Ersatzverbindungen einstellen.
Die Ermittler waren auch am Vormittag mit der Auswertung beschäftigt. Die Polizei kündigte an, die Südbahn erst nach Abschluss der technischen Prüfung wieder freizugeben. Bis dahin sei mit weiteren Behinderungen im Flugverkehr zu rechnen.
Der Flughafen Leipzig/Halle ist ein internationaler Verkehrsflughafen. Die nächtliche Unterbrechung wirkte sich auf den gesamten Flugplan aus. Wie lange die Sperrung andauert, blieb damit auch am Morgen offen. Weitere Informationen sollten folgen, sobald die Behörden die Lage abschließend bewertet haben.



