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Mittwoch, 9. September 2026 · Berlin

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ECOVACS DEEBOT X12S: Lohnt sich ein 1.000-Euro-Saugroboter?

Der neue ECOVACS DEEBOT X12S OMNICYCLONE kostet regulär 1.299,99 Euro, ist aber aktuell für 999,99 Euro erhältlich. Das Gerät kombiniert Saugen und Wischen, besitzt 27.000 Pa Saugkraft und ist der erste Saugroboter mit SGS-Zertifizierung für Allergenentfernung.

ECOVACS DEEBOT X12S: Lohnt sich ein 1.000-Euro-Saugroboter?
Hear Me Out: A $1,000 Robot Vacuum Might Actually Be Worth the Investment

Roboterstaubsauger haben sich seit ihren ersten Modellen grundlegend verändert. Wer früher einmal ein günstiges Gerät ausprobiert hat und enttäuscht war, sollte den neuen High-End-Modellen eine zweite Chance geben. Der ECOVACS DEEBOT X12S OMNICYCLONE zeigt, was moderne Geräte heute leisten können – er kostet allerdings auch entsprechend.

Das Gerät wurde auf der IFA 2026 vorgestellt und ist laut Hersteller der leistungsstärkste Saugroboter, den ECOVACS je gebaut hat. Der reguläre Preis liegt bei 1.299,99 Euro, aktuell ist das Modell bei Amazon für 999,99 Euro erhältlich. Das entspricht einem Rabatt von 300 Euro. Auch wenn der Preis weiterhin hoch ist, rechtfertigt die umfangreiche Ausstattung die Investition für alle, die Wert auf saubere Böden legen.

Der X12S ist gleichzeitig Sauger und Wischroboter. Beim Saugen kommen 27.000 Pa Saugkraft zum Einsatz, was etwa 53 Luftwatt entspricht und mit einem handelsüblichen Handstaubsauger vergleichbar ist. Die Zero-Tangle-4.0-Bürste mit steifen Borsten dringt tief in den Teppichflor ein, statt nur über die Oberfläche zu gleiten. Dadurch erreicht das Gerät auch Verschmutzungen, die tief in den Fasern sitzen. Der Hersteller gibt an, dass der X12S durchschnittlich 97,44 Prozent von Staub, Milben, Hautschuppen und Allergenen aus Teppichen entfernt. Diese Reinigungsleistung ist vom Prüfunternehmen SGS zertifiziert – ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Geräteklasse.

Für das Wischen nutzt der X12S das patentierte OZMO-Roller-3.0-System. Ein einzelner Mikrofaser-Walzenbürste dreht sich mit bis zu 220 Umdrehungen pro Minute und schrubbt so hartnäckigen Schmutz von Böden. 32 Mikrodüsen sprühen kontinuierlich sauberes Wasser auf die Walze, während das Schmutzwasser abgeschabt und in einen separaten Tank gesaugt wird. Die Reinigung der Walze übernimmt die Ladestation: Sie wäscht den Roller mit heißem Wasser und trocknet ihn anschließend mit erwärmter Luft bei etwa 63 Grad Celsius.

Besonders ungewöhnlich ist das Design der Ladestation. Während viele andere Modelle den Staub in Einwegbeuteln sammeln, die regelmäßig gewechselt werden müssen, saugt die Station des X12S den Schmutz in einen Behälter, der sich direkt in den Hausmüll entleeren lässt. Das spart langfristig Kosten für Ersatzbeutel. Die Station verfügt außerdem über zwei weitere Behälter: einen für Schmutzwasser und einen, der den Roboter mit sauberem Wasser versorgt. Zusätzlich kann die Station Reinigungsmittel dosieren und reinigt sich nach jedem Einsatz selbst.

Bei der Navigation verlässt sich der X12S auf eine Kombination aus LIDAR und RGBD-Kameras. Das System erstellt eine Karte der Wohnung, erkennt Hindernisse und umfährt diese zuverlässig. Das TruePass-System mit adaptivem Vierradantrieb meistert Bodenschwellen bis zu einer Höhe von etwa vier Zentimetern. Über die ECOVACS-App lassen sich Reinigungspläne erstellen, Sperrzonen einrichten und Wartungsarbeiten verfolgen. Die App informiert automatisch, wenn Teile ausgetauscht oder gereinigt werden müssen. Die Ersatzteile sind über Amazon erhältlich.

Die Frage, ob sich ein Saugroboter für rund 1.000 Euro lohnt, beantwortet der Autor des Testberichts mit einem klaren Ja. Er berichtet, dass er 2023 selbst etwa 1.100 Euro für ein Gerät ausgegeben hat, nachdem er mit mehreren günstigeren Modellen unzufrieden war. Anfangs habe er den Kauf bereut, bis ihm aufgefallen sei, wie schmutzig seine Böden tatsächlich waren. Drei Jahre später läuft das Gerät immer noch zuverlässig. Wer bereit ist, in hochwertige Technik zu investieren, bekomme einen Saugroboter, der den Alltag spürbar erleichtert – günstige Alternativen führen dagegen oft zu Enttäuschungen.

Moritz Albrecht

Autor

Redakteur vom Dienst

Moritz Albrecht berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.