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Arkade verwandelt PC-Shooter in Lightgun-Spiele mit Bewegungssteuerung

Ein neuer Controller für den PC soll klassische Lightgun-Erlebnisse auf moderne Shooter bringen. Die Waffe kommt ohne Webcam oder Sensorleiste aus und soll 2027 erscheinen.

Arkade verwandelt PC-Shooter in Lightgun-Spiele mit Bewegungssteuerung
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Wer die Zeiten von Time Crisis, Virtua Cop oder Duck Hunt vermisst, bekommt mit dem Arkade Gaming Gun möglicherweise ein neues Spielzeug für den Schreibtisch. Der Controller ist ein PC-Peripheriegerät, das moderne Shooter in Lightgun-Spiele verwandeln soll. Auf der Gamescom Asia x Thailand Game Show 2026 konnte ein Redakteur das bewegungsgesteuerte Gerät kurz ausprobieren. Die Markteinführung ist für irgendwann im Jahr 2027 geplant.

Die Technik kommt ohne Webcam oder eine Sensorleiste im Stil der Wii aus. Das Gerät ist nach Angaben des Herstellers Plug-and-Play: Eine Ladestation wird per USB-C mit dem PC verbunden und dient gleichzeitig als drittes Empfangsmodul für die Waffe selbst. Über einen Gerätemanager lassen sich die Tastenbelegung und die Genauigkeit der Zielerfassung einstellen. Gehalten wird die Arkade mit beiden Händen. Die Bewegung der Spielfigur übernimmt ein Daumenstick am Lauf, der mit anpassbaren LED-Grafiken beleuchtet werden kann. Zwei weitere Tasten auf der anderen Seite dienen etwa zum Springen, Schalter am hinteren Teil wechseln die Waffen.

Das eigentliche Zielen erfolgt, indem man die Waffe direkt auf das Ziel richtet. Beim Test in Prodeus, einem Boomer-Shooter des Entwicklers Bounding Box Software, war die Umstellung zunächst gewöhnungsbedürftig. Die Zielfunktion wird über einen kapazitiven Touch-Bereich am Abzug aktiviert: Liegt der Finger leicht auf dem Abzug, folgt das Fadenkreuz der Waffe. Hebt man den Finger ab, bleibt die Blickrichtung fixiert, ähnlich als würde man die Maus loslassen. Nach kurzer Eingewöhnung korrigierte der Tester die Zielrichtung laut eigener Aussage schon instinktiv mit kleinen Bewegungen des Zeigefingers. Der Abzug hat zudem zwei Stufen: Ein halber Druck zoomt leicht auf das Ziel, wie eine rechte Maustaste, ein voller Druck feuert.

Laut Firmengründer und CEO Joshua Fuchs ist das Gerät nicht nur für Ego-Shooter gedacht. Es unterstütze auch zahlreiche Third-Person-Shooter, darunter Fortnite und das Resident-Evil-3-Remake. In Kombination mit weiterem Zubehör lasse sich die Immersion zusätzlich steigern. Fuchs zeigte dem Tester ein Video, in dem ein Teammitglied die Arkade zusammen mit einem Rennlenkrad in Grand Theft Auto 5 nutzte, um Drive-by-Schießereien zu inszenieren. Wie viel Aufwand dafür nötig ist, blieb offen.

Derzeit unterstützt die Arkade nur PC, Mac und Steam OS. Fuchs hofft nach eigenen Angaben, das Gerät irgendwann auch für Konsolen anzubieten. Die Waffe wirke solide verarbeitet, sei aber leicht genug für längere Spielsitzungen. Der Preis ist dagegen hoch: Das Arkade Gaming Gun kostet zum Start 399 US-Dollar. Über die Website des Herstellers ist eine Vorbestellung mit Rabatt möglich. Ob sich das Gerät lohnt, hängt laut dem Test vor allem vom Budget ab.

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Lukas Seifert

Autor

Sportredakteur

Lukas Seifert berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.