Magnus Carlsen, der weltbeste Schachspieler und mehrfache Weltmeister, hat einen erheblichen Teil seines an der Börse investierten Vermögens verloren. Nach Informationen aus norwegischen Finanzkreisen schrumpfte sein Aktienportfolio von ehemals rund 44 Millionen norwegischen Kronen auf nur noch etwa 4,8 Millionen Kronen. Das entspricht einem Verlust von rund 39 Millionen Kronen, umgerechnet etwa 3,4 Millionen Euro.
Der 34-jährige Norweger, der sein Vermögen nicht nur durch Schachpreise, sondern auch durch kluge Investitionen und Werbeverträge aufgebaut hatte, musste in den vergangenen Monaten offenbar hohe Kursverluste hinnehmen. Medienberichten zufolge setzte Carlsen vor allem auf Technologieaktien und Start-ups, die zuletzt stark an Wert verloren haben. Hinzu kamen Verluste bei spekulativen Anlagen im Bereich Kryptowährungen, mit denen Carlsen in der Vergangenheit experimentiert hatte.
Doch der Schachstar hielt an seiner Anlagestrategie fest und investierte parallel in Immobilien. Ein Teil der Verluste an der Börse könnte durch Immobiliendeals zumindest teilweise aufgefangen worden sein. Allerdings sind auch hier die Zeiten schwieriger geworden: Steigende Zinsen und eine Abkühlung des norwegischen Immobilienmarktes haben die Renditen gedrückt. Carlsen soll nach Informationen der norwegischen Wirtschaftspresse in Oslo und Bergen mehrere Wohnungen und Gewerbeflächen erworben haben, die nun unter Wert gehandelt werden.
Die Frage, wie es für Carlsen nun weitergeht, beschäftigt nicht nur seine Fans, sondern auch Finanzexperten. Der Schachweltmeister, der für sein kalkuliertes Risikoverhalten am Brett bekannt ist, scheint an der Börse eine andere Strategie verfolgt zu haben. Während er bei Schachpartien jeden Zug akribisch plant, setzte er im Finanzbereich offenbar auf stark volatile Papiere. Finanzberater raten Anlegern generell zu einer ausgewogenen Mischung aus Aktien, Anleihen und Immobilien, um solche Totalverluste zu vermeiden.
Trotz des herben Rückschlags bleibt Carlsen einer der reichsten Sportler Norwegens. Neben seinen Schachpreisen hat er lukrative Sponsorenverträge mit Uhren- und Modelabels. Sein Gesamtvermögen wird auf mehrere zehn Millionen Euro geschätzt, auch wenn die Börsenverluste einen deutlichen Einschnitt bedeuten. Experten gehen davon aus, dass Carlsen seine Strategie überdenken wird – vielleicht mit der gleichen Akribie, mit der er seine Schachpartien vorbereitet.
Der Vorfall zeigt einmal mehr, dass auch prominente Anleger vor Marktschwankungen nicht gefeit sind. Die norwegische Börse erlebte in den letzten Jahren starke Ausschläge, insbesondere im Technologiesektor. Carlsen, der sein Portfolio nicht rechtzeitig diversifiziert hatte, traf dies besonders hart. Ob er verlorenes Terrain wieder aufholen kann, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Fest steht: Sein Name bleibt im Zusammenhang mit Finanzthemen präsent – wenn auch aus anderen Gründen als zuvor.



