Kultur 3 Min. Lesezeit Von Lukas Seifert
Zach Creggers «Resident Evil» bricht Rekorde zum Kinostart
Der neue «Resident Evil»-Film von Regisseur Zach Cregger startet mit Rekordvorschauen und könnte das erfolgreichste Wochenende der Reihe einfahren. Die Videospiel-Adaption mit Austin Abrams überzeugt Kritiker und gilt bereits als bestbewertete Game-Verfilmung aller Zeiten.
Der neue «Resident Evil»-Film von Regisseur Zach Cregger ist offiziell am 18. September in den US-Kinos gestartet und hat bereits in den Donnerstag-Vorschauen einen Rekord für die Reihe aufgestellt. Wie das Branchenportal Deadline unter Berufung auf Vertriebsquellen berichtet, spielte der Film in den USA mindestens 9 Millionen Dollar ein – so viel wie kein anderer Teil der Serie zuvor in den Preview-Vorstellungen.
Zum Vergleich: Der bisherige Rekordhalter, «Resident Evil: The Final Chapter» aus dem Jahr 2016, kam in den Donnerstag-Vorschauen auf rund eine Million Dollar. Kein anderer Film der Reihe hatte diese Marke bislang überschritten. Die aktuellen Zahlen liegen damit deutlich über den Vorschau-Ergebnissen von Creggers vorherigem Film «Weapons», der 5,75 Millionen Dollar einspielte und anschließend 43,5 Millionen Dollar am Startwochenende erzielte.
Experten prognostizieren für das erste Wochenende in den USA Einnahmen zwischen 40 und 50 Millionen Dollar. Angesichts der starken Preview-Zahlen könnte das Ergebnis sogar noch höher ausfallen. Das Budget des Films liegt bei 75 Millionen Dollar, Marketingkosten sind darin noch nicht enthalten. Die offiziellen Studiozahlen stehen allerdings noch aus, da sich die bisherigen Angaben auf Einschätzungen von Vertriebsquellen stützen.
Neben dem kommerziellen Erfolg erhält der Film auch von der Kritik starke Bewertungen. Er gilt inzwischen als die bestbewertete Videospiel-Adaption aller Zeiten. Auch GameSpot vergab eine Wertung von 8 von 10 Punkten. Besonders hervorgehoben wird, wie Cregger die absurde Logik der Spiele aufgreift und in einen Film übersetzt, der sich selbst nicht zu ernst nimmt.
Im Mittelpunkt steht die Figur Brian, gespielt von Austin Abrams, ein völlig normaler Mann, der unvermittelt in eine Welt gerät, die er nur von Bildschirmen kennt. Statt auf bekannte Figuren wie Chris Redfield oder Leon Kennedy zu setzen, erzählt der Film aus der Perspektive eines Laien – eine Entscheidung, die viele Kritiker als clevere Herangehensweise loben. Cregger selbst beschrieb seine Idee während der Dreharbeiten in Prag im Dezember 2025 mit den Worten, es sei, als würde er selbst in ein «Resident Evil»-Spiel geworfen, völlig unvorbereitet und ohne Waffenerfahrung.
Der Regisseur hat erklärt, dass er Ideen für weitere «Resident Evil»-Filme habe, sich aber auch von Franchise-Filmen verabschiedet habe. Zudem räumte er ein, dass er unterschätzt habe, wie stark Hardcore-Fans der Spiele seine Interpretation ablehnen könnten, da sein Film keine Figuren oder Handlungsstränge aus den Vorlagen übernimmt. Die Reaktionen der Fans bleiben abzuwarten, während der Film an den Kinokassen bereits für Aufsehen sorgt.



