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Kultur 4 Min. Lesezeit Von

State of Decay 3 zeigt sich in Gamescom-Demo in guter Form

Trotz des Umbruchs bei Xbox und dem Besitzerwechsel von Undead Labs macht State of Decay 3 einen vielversprechenden Eindruck. Eine kurze Demo auf der gamescom zeigte verbesserte Schießmechanik, ein tieferes Charaktersystem und neue Infektionsnetzwerke.

State of Decay 3 zeigt sich in Gamescom-Demo in guter Form
We Played State of Decay 3 and It's In Good Shape Despite the Xbox Upheaval

State of Decay 3 befindet sich trotz des aktuellen Umbruchs bei Xbox in einem guten Zustand. Das zeigt eine kurze Demo, die auf der gamescom gespielt werden konnte. Der Zombie-Überlebens-Titel von Undead Labs, das sich gerade im Prozess eines Besitzerwechsels befindet, hinterließ in einer rund 30-minütigen Vorführung einen vielversprechenden Eindruck. Auch als früher Alpha-Build macht das Spiel bereits eine Menge richtig.

Besonders die verbesserte Schießmechanik und die Bewegung fallen positiv auf. Das Spiel fühlt sich wie ein richtiger Third-Person-Shooter an und bietet damit einen deutlichen Kontrast zum Management-Simulator-Charakter, für den die Serie bekannt ist. Die Waffenwirkung ist spürbarer und direkter als in den Vorgängern, was sich sowohl mit einem AK-47 mit Trommelmagazin als auch mit einer schallgedämpften Pistole für Kopfschüsse zeigt. Auch ein Renn-Slide, mit dem man schwächere Zombies umwerfen und mit einem Finisher ausschalten kann, sorgt für mehr Dynamik im Nahkampf.

Der Kern des Spiels bleibt jedoch das Community-Management und der Basisbau. Diese Systeme wurden erweitert: Gebäude und Einrichtungen haben nun keine linearen Upgrade-Pfade mehr, sondern können sich durch verzweigte Verbesserungen auf bestimmte Funktionen spezialisieren. Entscheidend ist dabei, welche Charaktere man welchen Einrichtungen zuweist. Überlebende mit medizinischen Talenten können beispielsweise die Genesungsrate anderer Bewohner erhöhen.

Das Charaktersystem wurde ebenfalls vertieft. Jeder prozedural erstellte Charakter besitzt eigene Eigenschaften und Eigenheiten, die sich weiterentwickeln können. Ein Überlebender hatte etwa die Eigenschaft, lange zu duschen, was mehr Wasserressourcen verbraucht, aber im Gegenzug im Nahkampf besonders stark war. Eine andere Figur verfügte über Scharfschützen-Ausbildung mit Bonus-Schaden bei Fernkampfwaffen und Kopfschüssen, war dafür aber anfälliger für Verletzungen. Das neue, granulare Verletzungssystem berechnet Schäden an bestimmten Körperteilen und belegt bestimmte Funktionen wie Waffengenauigkeit oder Bewegungsgeschwindigkeit mit Abzügen.

Bei der Verwaltung von über 30 Charakteren entsteht dadurch eine interessante Dynamik bei der Entscheidung, wen man im Feld gegen Zombies einsetzt und wen man an der Basis zurücklässt. Die Infektionsnetzwerke spielen in State of Decay 3 eine zentrale Rolle. Auf der Karte breiten sich diese Netzwerke über die Welt aus und verzweigen sich in angrenzende Städte. Verseuchte Siedlungen und Seuchennester sind die Hotspots, die man angreifen muss, um die Ausbreitung zu stoppen. Im Zentrum dieser Orte befindet sich immer ein Herz der Infektion, das manchmal unter einer Einrichtung oder in der Garage einer Autowerkstatt versteckt ist. Man muss vier Schwachpunkte finden, um es zu zerstören, während man gleichzeitig gegen Zombies kämpft. Sobald das Herz geöffnet ist, kommt eine noch größere Horde.

Der Hauptfokus von State of Decay 3 liegt auf der Gebietskontrolle über die gesamte Karte, indem man Infektionsorte säubert und verhindert, dass sie zurückkehren. Mit der Zeit entstehen Infektionen erneut, und Belagerungen von Siedlungen stellen eine ständige Bedrohung dar. Neben dem Sammeln von Nahrung, Wasser und anderen Gütern läuft diese Simulation im Hintergrund weiter. Das Koop-Spiel mit Drop-in und Drop-out ist ebenfalls dabei, ohne Einschränkungen bei der Erkundung der offenen Welt. Ein dynamisches Schwierigkeitssystem soll dafür sorgen, dass man nicht zu leicht durch die Gegner kommt, und kann nachlassen, wenn man wiederholt scheitert. Die technische Performance des frühen Alpha-Builds war noch etwas rau, aber das ist im Laufe der Entwicklung zu erwarten.

Marlene Brandt

Autor

Kulturkorrespondentin

Marlene Brandt berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.