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Donnerstag, 17. September 2026 · Berlin

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Kultur 4 Min. Lesezeit Von

Resident Evil ist der bestbewertete Videospiel-Film aller Zeiten

Zach Creggers Resident Evil-Neustart erhält 96 Prozent auf Rotten Tomatoes und einen Metascore von 80 – so hoch wie kein anderer Videospiel-Film zuvor. Der Film läuft ab dem 18. September in den deutschen Kinos.

Resident Evil ist der bestbewertete Videospiel-Film aller Zeiten
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Der neue Resident Evil-Film von Regisseur Zach Cregger ist der bestbewertete Videospiel-Film aller Zeiten. Das geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Kritikerwertungen hervor. Auf Rotten Tomatoes erreicht der Streifen 96 Prozent Zustimmung aus 71 Reviews, auf Metacritic einen Metascore von 80. Kein anderer Film, der auf einem Videospiel basiert, hat jemals höhere Werte erzielt.

Cregger, der zuvor mit dem Horrorfilm Barbarian für Aufsehen sorgte, inszeniert eine vollkommen neue Geschichte innerhalb des Resident Evil-Universums. Der Film spielt in Raccoon City und dreht sich um einen medizinischen Kurier, gespielt von Austin Abrams, der einen Auftrag annimmt, der ihn in die berüchtigte Stadt führt. Dort gerät alles außer Kontrolle. Abrams hatte zuvor in Creggers Weapons eine vielbeachtete Rolle gespielt.

Die bisherigen Resident-Real-Verfilmungen von Paul W.S. Anderson kamen bei der Kritik deutlich schlechter an. Der letzte Teil der Reihe, The Final Chapter aus dem Jahr 2016, erreichte auf Metacritic lediglich 49 Prozent. Der unmittelbare Vorgänger Welcome to Raccoon City von Regisseur Johannes Roberts aus dem Jahr 2021 kam auf 44 Prozent. Nach diesem Film wollte Constantin, das die Filmrechte an Resident Evil seit den 1990er-Jahren hält, die Reihe eigentlich auf Eis legen. Cregger konnte das Studio jedoch mit seiner neuen, eigenständigen Vision überzeugen – und Constantin nahm das Projekt daraufhin sofort in Produktion.

Der Erfolg fällt in eine Zeit, in der Videospielverfilmungen insgesamt besser ankommen als früher. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Spieleentwickler und kreativen Köpfe hinter den Marken heute stärker in die Produktion eingebunden werden. Oliver Berben, CEO von Constantin, erklärte, sein Team habe zwar vertraglich nicht mit Capcom Rücksprache halten müssen, es aber dennoch getan, um die Marke und ihre Fans angemessen zu behandeln.

Diese Rücksichtnahme überrascht, denn viele Fans standen Creggers Herangehensweise von Anfang an skeptisch gegenüber. Der Regisseur erzählt eine neue Geschichte, adaptiert kein bestehendes Spiel und lässt bekannte Figuren der Reihe außen vor. In Interviews sagte Cregger, er habe sich während der Pressearbeit eher auf einer Entschuldigungstour als auf einer Werbetour befunden. Er räumte ein, naiv gewesen zu sein, als er annahm, die Fans würden ihn und seine Ideen akzeptieren. Am Ende habe er jedoch den Film gemacht, den er machen wollte – und die Kritiker geben ihm recht.

Andere Studios gehen noch weiter als Constantin. Nintendo war nicht nur kreativ an The Super Mario Bros. Movie und The Super Mario Galaxy Movie beteiligt, sondern co-finanzierte beide Produktionen. Für den 2027 erscheinenden The Legend of Zelda-Film übernimmt Nintendo mehr als 50 Prozent der Finanzierung und dürfte damit die kreative Kontrolle behalten. Im Gegensatz dazu finanzierte Lionsgate den kommerziell erfolglosen Borderlands-Film, nicht das Entwicklerstudio Gearbox oder dessen Mutterkonzern Take-Two – das finanzielle Risiko lag allein beim Filmstudio.

Resident Evil startet offiziell am 18. September in den Kinos, erste Vorführungen laufen bereits ab dem 17. September. Der Film wird voraussichtlich das erfolgreichste Eröffnungswochenende der gesamten Resident-Evil-Reihe einfahren. Für Cregger bedeutet der Erfolg nach Barbarian und Weapons einen weiteren Meilenstein – und für Constantin die Rückkehr einer Marke, die das Studio bereits abgeschrieben hatte.

Marlene Brandt

Autor

Kulturkorrespondentin

Marlene Brandt berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.