Kultur 3 Min. Lesezeit Von Marlene Brandt
Remedy steigert Umsatz um 226 Prozent dank Control Resonant
Das finnische Entwicklerstudio Remedy meldet nach dem Release von Control Resonant ein kräftiges Umsatzplus im dritten Quartal. Das Spiel gilt als bislang meistverkauftes des Studios.
Der finnische Spieleentwickler Remedy hat dank des jüngst erschienenen Titels Control Resonant einen deutlichen Umsatzsprung verbucht. Wie aus dem Quartalsbericht hervorgeht, stieg der Umsatz nach dem Erscheinen des Spiels im September um 226 Prozent. Im dritten Quartal erzielte das Unternehmen damit Erlöse von 39,6 Millionen Euro.
Control Resonant ist laut Berichterstattung das bislang bestverkaufte Spiel des Studios. Die Zahlen zeigen, dass der Release nicht nur kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugt, sondern sich auch deutlich in den Bilanzen niederschlägt. Für Remedy, das mit dem Franchise rund um Control bekannt geworden ist, ist dies ein wichtiges Signal nach einer Phase, in der Entwicklungszyklen in der Branche oft lang und kostspielig sind.
Der Erfolg fällt in eine Zeit, in der die Spielebranche gleichzeitig auf den Start von Grand Theft Auto 6 blickt. Der Titel von Rockstar Games gilt als eines der meist erwarteten Videospiele der kommenden Jahre und hat die Erwartungen vieler Spielerinnen und Spieler geprägt. Dass Konkurrenz im Veröffentlichungskalender die Aufmerksamkeit fordert, macht den Umsatzsprung bei Remedy umso bemerkenswerter.
Parallel sorgte ein persönlicher Fall in der Community für Anteilnahme. Ein todkranker GTA-6-Fan, der online als Void Only bekannt war und mit bürgerlichem Namen Jerry hieß, ist drei Wochen vor dem Start des Spiels gestorben. Er hatte im August in einem viral gegangenen TikTok-Video berichtet, dass er wegen einer interstitiellen Lungenerkrankung im Krankenhaus liege und eine Lungentransplantation benötige. Seine besondere Situation machte den Eingriff laut eigener Aussage riskant. In dem Beitrag scherzte er zugleich über die zahlreichen Verschiebungen des Spiels und betonte, dass er einfach nur GTA 6 spielen wolle.
Für seine Behandlung wurde eine GoFundMe-Kampagne gestartet, über die innerhalb weniger Tage 50.000 US-Dollar an Spenden zusammenkamen. Im September erhielt Jerry seine Transplantation, doch Komplikationen führten später dazu, dass er die Funktion seines Körpers verlor. Seine Schwester bestätigte über seine Social-Media-Kanäle, dass er am Wochenende verstorben ist, und dankte allen, die ihn unterstützt hatten. Er hatte geplant, die Veröffentlichung von GTA 6 gemeinsam mit seiner Community live zu streamen.
In den Kommentaren unter dem Beitrag seiner Schwester drückten zahlreiche Menschen ihre Trauer aus. Ein Nutzer schrieb, er habe Jerry sehr die Daumen gedrückt, ein anderer kündigte an, zu Ehren des Verstorbenen den Namen Void in seinem Gamertag zu führen, sobald GTA erscheint. Jerry selbst habe in seinen letzten Monaten eine optimistische Haltung bewahrt, heißt es. Seine Mutter plant laut Angaben der Schwester eine Ballonaktion zu seinem Gedenken; weitere Details sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Quelle: eurogamer.net
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