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Montag, 31. August 2026 · Berlin

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Olivia Rodrigo startet mit Daisy Chain Fields ein Festival nur für Frauen

Olivia Rodrigos erstes Daisy Chain Fields Festival in Irvine, Kalifornien, war ein voller Erfolg: Die komplett weibliche Besetzung begeisterte das Publikum, und dank einer Spende von Melinda French Gates kamen 20 Millionen Dollar für Frauenorganisationen zusammen.

Olivia Rodrigo startet mit Daisy Chain Fields ein Festival nur für Frauen
Daisy Chain Fields 2026 review: Olivia Rodrigo’s all-women festival is a beautiful, empowering triumph

Olivia Rodrigo hat mit ihrem ersten Daisy Chain Fields Festival ein Zeichen gesetzt: Das eintägige Event in Irvine, Kalifornien, präsentierte am 29. August eine komplett weibliche Besetzung und sammelte insgesamt 20 Millionen Dollar für gemeinnützige Organisationen, die sich für Frauen und Mädchen einsetzen. Die Sängerin eröffnete ihren eigenen Auftritt am Abend mit der Ankündigung, dass das Festival zehn Millionen Dollar eingenommen habe – und dass Philanthropin Melinda French Gates diesen Betrag verdoppeln werde.

Das Festival war als Hommage an die feministischen Vorkämpferinnen der Musikbranche gedacht. Rodrigo selbst nannte Sarah McLachlan als erste Künstlerin, die sie bei der Planung kontaktiert habe. McLachlan, die in den 1990er-Jahren das legendäre Lilith Fair gründete, trat als Special Guest auf und sang mit Rodrigo die Duette „Building a Mystery“ und „Angel“. Auch Alanis Morissette und Stevie Nicks waren Teil des Abends; Morissette ersetzte Karen O, die wegen eines familiären Notfalls absagen musste, und performte mit Rodrigo „Ironic“. Den Abschluss bildete eine gemeinsame Version von „Landslide“ mit Stevie Nicks unter fast vollem Mond.

Die Besetzung des Festivals spannte einen Bogen von Punk- und Rocklegenden wie Bikini Kill, Garbage und The Breeders über zeitgenössische Stars wie Doechii und Chappell Roan bis hin zu Newcomerinnen wie der Popsängerin Eli und der Metalband Die Spitz. Die Veranstaltung betonte die Solidarität zwischen den Generationen von Frauen, die für eine gerechtere Musikindustrie kämpfen. Auf dem Hauptweg des Geländes, der Daisy Lane, waren Zitate und Errungenschaften von Pionierinnen aus verschiedenen Bereichen zu lesen, und neun Kunstinstallationen von Frauen, darunter Werke von Yoko Ono und Jenny Holzer, waren im Park verteilt.

Neben der Musik sorgten auch politische Statements für Aufsehen: Eine „Beschwerdestelle“ der Künstlerinnen-Aktivistinnen Guerilla Girls und eine Tafel, auf der Besucherinnen ihre Sorgen über den Zustand der Welt äußern konnten, waren mit anti-Trump- und propalästinensischen Botschaften gefüllt. Die Stimmung blieb jedoch überwiegend euphorisch, angefacht durch die Ankündigung der Spendensumme. Rodrigo selbst präsentierte in ihrem Set Songs aus ihrem aktuellen Album „You Seem Pretty Sad For A Girl So In Love“, debütierte live den neuen Song „Serena Joy“ und spielte Hits aus ihren ersten beiden Alben „Sour“ und „Guts“.

Besonders hervorgehoben wurde der Auftritt der jungen Sängerin Eli, die mit schweißtreibendem Pop an die größten Hits der frühen 2000er erinnerte und mit einer Rede über das „Niederreißen der herrschenden Klasse“ ihre politische Haltung zeigte. Auch Chappell Roan bewies mit ihrem Set, wie viele mitreißende Hits sie bereits vorweisen kann. Das Festival endete mit einer bewegenden Interpretation von „Landslide“, bei der Rodrigo und Nicks die Zeilen „Even children get older / And I'm getting older, too“ sangen – ein Moment, der das Publikum sichtlich berührte und die Botschaft des Tages unterstrich: Gemeinsam sind Frauen stark, verbunden wie die Glieder einer Gänseblümchenkette.

Leonie Vogt

Autor

Gesellschaftsreporterin

Leonie Vogt berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.