Kultur 3 Min. Lesezeit Von Lukas Seifert
Hayley Atwell: Peggy Carters Tod in «Doctor Strange» war ein Fehler
Hayley Atwell kritisiert den schnellen Tod ihrer Figur Captain Carter in «Doctor Strange in the Multiverse of Madness» als «kompletten Bärendienst». Ihre Verbesserungsvorschläge am Set wurden ignoriert.
Hayley Atwell hat den schnellen Tod ihrer Figur Peggy Carter in «Doctor Strange in the Multiverse of Madness» scharf kritisiert. Bei der Convention «For the Love of Fantasy & Sci-Fi» in London sagte die Schauspielerin, die Darstellung sei ein «kompletter Bärendienst» an der Figur gewesen. Sie habe versucht, alternative Versionen der Kampfszene gegen Elizabeth Olsens Wanda Maximoff vorzuschlagen, ihre Ideen seien jedoch ignoriert worden.
In dem Marvel-Film aus dem Jahr 2022 tritt Atwell als alternative Version von Peggy Carter auf, die als Captain Carter ein Schild mit Union-Jack-Motiv trägt. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der Illuminati, darunter John Krasinski als Mr. Fantastic und Patrick Stewart als Professor X, wird sie jedoch innerhalb weniger Sekunden von Wanda getötet. «Ich fand es großartig, dass sie im Anzug ist und das Schild hat», erklärte Atwell. «Aber wenn ich ganz ehrlich bin, war ich sehr enttäuscht, wie sie sie positioniert und was mit ihr in dieser Szene passiert ist. Es ist so klein, und sie wird zu Tode gefrisbeet.»
Der Zweck der Szene ist es, Wandas Macht zu demonstrieren und zu zeigen, wie tief die ehemalige Avengerin gesunken ist. Atwells Figur erhält nur wenige Sätze, bevor Wanda erscheint und das gesamte Team auslöscht. Besonders gestört hat die Schauspielerin das Zitat von Steve Rogers‘ klassischem Satz «Ich könnte das den ganzen Tag machen». Sekunden später schleudert Wanda Captain Carters Schild zurück in ihren Bauch, was darauf hindeutet, dass die Figur vollständig durchtrennt wird. «Ich hatte das Gefühl, das war ein Fehlgriff und ein kompletter Bärendienst an der Figur», sagte Atwell. Sie habe am Set versucht zu fragen: «Kann ich etwas hinzufügen? Kann ich etwas vorschlagen?» Die Antwort sei gewesen: «Klar, aber nein.»
Die Enttäuschung wiegt umso schwerer, da Atwell jahrelang darauf gewartet hatte, selbst als Superheldin aufzutreten. In der Fernsehserie «Agent Carter» spielte sie die Figur als Geheimagentin, bevor sie im Marvel Cinematic Universe zur Superheldin wurde. Der schnelle Tod in «Doctor Strange» kam für viele Fans überraschend, da die Figur zuvor in der Animationsserie «What If…?» eine prominente Rolle als Captain Carter hatte.
Atwell wird in «Avengers: Doomsday» in das Franchise zurückkehren. Der Film startet am 18. Dezember in den Kinos. Es bleibt abzuwarten, ob ihre Figur dort eine weitere Chance erhält, den Anzug zu tragen, oder ob sie zu Hause bleiben muss. Marvel hat bereits eine Liste von Filmen und Serien veröffentlicht, die man vor dem Start von «Avengers: Doomsday» ansehen sollte.



