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Cyberpunk-Kioskspiel Probably Stolen wurde zum Überraschungshit

Das Weltraum-Handelsspiel Probably Stolen hat auf Steam über 162.000 gleichzeitige Spieler angezogen. Ursprünglich war es ein anderes, nicht cyberpunkiges Kiosk-Simulationsspiel mit dem Titel Deepspace Emporium, das kaum Beachtung zu finden schien.

Cyberpunk-Kioskspiel Probably Stolen wurde zum Überraschungshit
© rockpapershotgun.com

Das Weltraum-Handelsspiel Probably Stolen – Cyberpunk Shopkeeper Sim entwickelt sich auf Steam zu einem großen Erfolg. Am vergangenen Abend waren dort über 162.000 Spieler gleichzeitig aktiv. Das Spiel versetzt die Spieler in die Rolle eines Ladenbesitzers auf einer Raumstation, in der Schwarzmarktwirtschaft und Rivalitäten zwischen Fraktionen den Alltag bestimmen. Für viele Käufer scheint genau diese Mischung den Reiz auszumachen.

Bemerkenswert ist die Vorgeschichte des Titels. Probably Stolen war ursprünglich nicht als Cyberpunk-Spiel geplant, sondern als klassische Kiosk-Simulation mit dem Namen Deepspace Emporium. Diese Fassung schien zum Scheitern verurteilt zu sein und drohte, ohne größere Aufmerksamkeit zu verschwinden. Die Steam-Seite des Vorläufers ist nach wie vor abrufbar, was zeigt, dass das ursprüngliche Projekt nie vollständig aus dem Angebot verschwunden ist.

Gerettet wurde das Vorhaben durch den Publisher tinyBuild, der sich trotz der schwachen Ausgangslage hinter das Spiel stellte. Gemeinsam mit dem Entwicklerstudio Questing Goose überarbeitete tinyBuild die Art Direction grundlegend. Hinzu kamen zusätzliche Gehirnimplantate als Spielelement, die den neuen Cyberpunk-Charakter unterstreichen. Aus einem wenig beachteten Projekt wurde so ein Titel mit eigenem Stil und dunkler Zukunftsatmosphäre.

Die Entscheidung, das Konzept grundlegend zu verändern, war für das Team ein Wagnis. Die Zahl der Spieler spricht nun für den Erfolg dieser Neuausrichtung. Der Fall zeigt, dass ein Spielkonzept, das zunächst kaum Interesse weckte, durch einen veränderten optischen Auftritt und eine thematische Neuausrichtung ein großes Publikum finden kann. Für Spieler, die Wirtschaftssimulationen mit einer Ästhetik aus Konzernherrschaft und Zukunftsdystopie mögen, ist Probably Stolen derzeit eines der meistbeachteten Spiele auf der Plattform.

Der Erfolg hat auch Folgen für die Wahrnehmung des Genres. Die Kombination aus alltäglicher Ladenarbeit und einer düsteren Welt aus Schwarzmarkt und Machtkämpfen dient als Beispiel dafür, wie vertraute Spielmechaniken durch ein starkes Setting neu wirken können. Ob der Titel langfristig auf diesem Niveau bleibt, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht sagen. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch, dass sich das Konzept in kurzer Zeit eine große Gemeinschaft erschlossen hat.

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Lukas Seifert

Autor

Sportredakteur

Lukas Seifert berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.