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Marvel's Wolverine ist trotz gemischter Kritik das meistverkaufte Spiel im September in den USA

Trotz durchwachsener Rezeption führt Marvel's Wolverine die US-Verkaufscharts im September an und beschert Sony die höchsten Startumsätze seit Helldivers 2. Die PS5-Hardware profitiert ebenfalls deutlich, während Xbox und Nintendo Schwächen zeigen.

Marvel's Wolverine ist trotz gemischter Kritik das meistverkaufte Spiel im September in den USA
Despite its mixed reception, Marvel's Wolverine was September's top-selling new game in the US, making Sony launch revenues it hasn't seen since Helldivers 2

Marvel's Wolverine hat sich im September trotz gemischter Kritiken an die Spitze der US-Verkaufscharts gesetzt. Das Action-Abenteuer aus dem Hause Insomniac, dem Studio hinter Marvel's Spider-Man, erzielte laut Daten des Marktforschungsunternehmens Circana die höchsten Dollarumsätze aller Neuerscheinungen im Monat – und das, obwohl das Spiel erst zur Monatsmitte erschien.

Für Sony ist das ein bemerkenswerter Erfolg: Es sind die höchsten Startumsätze eines PlayStation-Titels seit Helldivers 2 im Februar 2024. Circana-Analyst Mat Piscatella bestätigte, dass Marvel's Wolverine nicht nur das bestverkaufte Spiel im September war, sondern auch auf Platz elf der bestverkauften Spiele des Jahres 2026 insgesamt steht. Unter den zehn meistverkauften Spielen des Monats befanden sich acht Neuerscheinungen – ein Zeichen für einen dicht gefüllten Release-Kalender.

Die Konkurrenz im September war groß: Titel wie Fire Emblem: Fortune's Weave, The Blood of Dawnwalker und Onimusha: Way of the Sword buhlten um die Gunst der Spielerinnen und Spieler. Dass Marvel's Wolverine dennoch die Spitze erreichte, ist bemerkenswert, da das Spiel ausschließlich für eine Plattform erschien – die PlayStation 5. Schätzungen zufolge wurden bis zum 18. September rund 1,9 Millionen Einheiten verkauft, davon etwa 799.000 physische Exemplare. Für einen Platz unter den zehn meistverkauften Spielen des Jahres in den USA reichte das jedoch nicht.

Die Kritiken fielen durchwachsen aus. GameSpot vergab eine Wertung von 8 von 10, beschrieb das Spiel aber als «unterhaltsam, aber vergesslich». Auch die Reaktionen in den sozialen Medien waren verhalten – ein Beispiel dafür, dass öffentliche Wahrnehmung und tatsächliche Verkaufszahlen nicht immer übereinstimmen müssen. Sony selbst hat sich zur Gesamtperformance des Spiels bislang nicht geäußert.

Der Erfolg von Marvel's Wolverine strahlte auch auf die Hardware ab. Die Dollarumsätze der PlayStation 5 stiegen im September um 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, die Stückzahlen legten um 22 Prozent zu. Sony erreichte damit den höchsten Hardware-Umsatzanteil seit Mai 2025 – begünstigt auch dadurch, dass die PS5 heute teurer ist als noch vor einem Jahr. Berichte über schnell ausverkaufte PS5-Pro-Bestände vor dem Start von Grand Theft Auto 6 im November dürften die Nachfrage zusätzlich befeuert haben.

Ganz anders das Bild bei der Konkurrenz: Die Xbox Series verzeichnete einen Rückgang von 27 Prozent im Jahresvergleich und erreichte einen neuen Tiefststand für einen September-Monat. Microsofts Strategie, die Marke Xbox auf mehrere Geräte und Cloud-Gaming auszuweiten, hat den Konsolenabsatz offenbar belastet. Das Unternehmen versucht nun gegenzusteuern – mit einer Rückbesinnung auf Exklusivtitel und neuen Hardware-Upgrades. Nintendo wiederum musste bei der Switch 2 einen Rückgang von 12 Prozent im Jahresvergleich hinnehmen, nachdem die Konsole im Juni 2025 stark gestartet war. Sie bleibt zwar Nintendos schnellstverkaufte Konsole überhaupt, doch der anfängliche Schwung lässt nach.

Die US-Charts werden weiterhin von etablierten Sport- und Action-Titeln angeführt: NBA 2K27 liegt derzeit auf Platz eins, gefolgt von Resident Evil: Requiem und 007 First Light. Marvel's Wolverine zeigt jedoch, dass ein einzelner starker Monat mit einer exklusiven Markenproduktion die Rangliste gehörig durcheinanderwirbeln kann – selbst wenn die Kritiker nicht vollends überzeugt waren.

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Marlene Brandt

Autor

Kulturkorrespondentin

Marlene Brandt berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.