Technologie 4 Min. Lesezeit Von Leonie Vogt
Bungie kündigt Rückkehr zu Destiny an und will vertraute Inhalte zurückbringen
Monate nach dem umstrittenen Ende des Supports für Destiny 2 meldet sich Bungie zurück: Das Studio verspricht neue Geschichten, die Rückkehr verschwundener Inhalte und den Wiederaufbau des Vertrauens der Community.
Bungie hat klargestellt, dass die Marke Destiny trotz der umstrittenen Entscheidung, den laufenden Support für Destiny 2 einzustellen, nicht aufgegeben wird. In einem überraschend veröffentlichten Video sprachen Studioleiter Poria Torkan und Produktchef Josh Deane direkt zu den Fans und kündigten an, dass das Studio «absolut nicht fertig mit Destiny» sei. Man habe noch Geschichten zu erzählen, wolle dies aber richtig machen und den Teams die nötige Zeit geben, dem Universum gerecht zu werden.
Die Ankündigung kommt nur wenige Monate, nachdem Bungie mit dem Update Monument of Triumph im Juni den regulären Support für Destiny 2 beendet hatte. Viele Spielerinnen und Spieler reagierten damals enttäuscht und forderten entweder eine Rückkehr zu Destiny 2 oder ein Destiny 3. Torkan räumte ein, dass das Studio in der Vergangenheit Vertrauen verspielt habe. «Wir bitten nicht um euer Vertrauen», sagte er. «Wir wissen, dass wir es uns verdienen müssen, und dafür müssen unsere Spiele die Erwartungen übertreffen.»
Ein zentraler Bestandteil der neuen Pläne ist die Rückkehr sogenannter «vaulted» Inhalte. Deane erklärte, man wolle die Kampagnen, Schauplätze und Raids von Destiny 2 zurückbringen, die zuvor aus dem Spiel entfernt worden waren. «Ich wünschte, wir könnten einfach einen Schalter umlegen, aber wir werden uns verpflichten, die Destiny-2-Kampagnen, die Ziele und die Raids zurückzuholen, die niemals hätten entfernt werden dürfen», so Deane. Diese Inhalte sollen allen Destiny-2-Spielern zur Verfügung gestellt werden.
Bungie räumte in einem begleitenden Blogbeitrag ein, dass die Entscheidung, Inhalte zu entfernen, «einen nachhaltigen Einfluss auf das Vertrauen und den Spaß der Spieler an Destiny» gehabt habe. Man könne die damalige Entscheidung nicht rückgängig machen, aber man könne ihre Auswirkungen anerkennen und die Arbeit tun, um diesen Teil der Destiny-Geschichte wiederherzustellen. Die Rückkehr sei jedoch technisch anspruchsvoll: Änderungen nach Beyond Light erforderten Anpassungen an Beleuchtung, Begegnungen, Gegnern und mehr. Es werde Zeit brauchen, aber der erste Schritt sei getan.
Die Reaktionen der Community fielen überwiegend positiv aus. Viele Fans hatten monatelang in Livestreams und sozialen Medien Druck gemacht. Bungie betonte, dass diese Stimmen gehört wurden: «Eure Stimmen hatten Gewicht, und die Art, wie ihr aufgetreten seid, hat echte Wirkung gezeigt.» Man wolle die «ursprüngliche Versprechen» von Destiny wiederherstellen – das Gefühl von Ehrfurcht, Entdeckung und einer Gemeinschaft von Guardians, die gemeinsam gegen unmögliche Widerstände kämpft.
Ob dies auch ein neues Destiny-Spiel bedeutet, ließ Bungie offen. Deane sprach von «neuen Destiny-Geschichten und Spielen», die die Spieler verdient hätten. Konkrete Details zu einem möglichen Destiny 3 nannte er nicht. Klar ist hingegen, dass das kommende Marathon-Projekt Destiny nicht ersetzen soll. Weitere Informationen zur Rückkehr der Inhalte will Bungie in den kommenden Monaten veröffentlichen.
Die Ankündigung fällt in eine turbulente Zeit für das Studio. Im Juni bestätigte Bungie, dass fast 300 Mitarbeitende von Entlassungen betroffen waren. Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Teile des Hauptsitzes in Bellevue, Washington, untervermietet werden sollen. Trotz dieser Rückschläge sendet Bungie nun ein deutliches Signal an die Community: Destiny bleibt das Fundament, auf dem alles ruht.
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