Lebensstil 4 Min. Lesezeit Von Moritz Albrecht
Herbstmode 2026: Was jetzt wirklich als schick gilt
Ein Shopping-Director mit 15 Jahren Erfahrung in der Moderedaktion verrät, welche Stücke in dieser Saison als stilvoll gelten – und worauf junge Modefans beim Herbst- und Wintereinkauf achten sollten.
Wer dieser Tage durch die Innenstädte streift, sieht sie überall: die neuen Herbst- und Winterkollektionen. Doch welche Stücke lohnen sich wirklich, und was davon trägt man auch in der nächsten Saison noch? Ein Shopping-Director mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Moderedaktion hat jetzt seine persönliche Auswahl der schicksten Pieces für die kommenden Monate zusammengestellt. Sein Ansatz: datengetriebene Einkaufsguides statt spontaner Bauchkäufe.
Der Experte, der seit über einem Jahrzehnt für das Modemedium Who What Wear arbeitet und dort das Marktteam leitet, kennt die Mechanismen des Modehandels aus dem Effeff. Er erstellt Einkaufsführer mit großen Retailern wie Nordstrom, Shopbop und Net-a-Porter und arbeitet zudem an Markenkampagnen mit Labels wie Gucci, Cartier oder Old Navy. Seine Empfehlungen basieren also nicht auf reinem Geschmack, sondern auf Verkaufsdaten, Trends und jahrelanger Beobachtung des Marktes. Für junge Leserinnen und Leser, die Mode als Ausdruck ihrer Persönlichkeit verstehen, ist das ein wertvoller Kompass im oft unübersichtlichen Angebot.
Doch was bedeutet das konkret für den Kleiderschrank? Der Shopping-Director setzt auf Stücke, die sich vielseitig kombinieren lassen und nicht nach einer einzigen Saison aus der Mode kommen. Statt kurzlebiger Trends empfiehlt er Investitionen in zeitlose Teile, die sich über Jahre tragen lassen. Dazu zählen gut geschnittene Mäntel, hochwertige Strickwaren und Accessoires, die jedem Outfit eine persönliche Note verleihen. Gerade in Zeiten, in denen Nachhaltigkeit und bewusster Konsum für viele junge Menschen wichtiger werden, gewinnt dieser Ansatz an Bedeutung.
Der Blick auf die kommende Saison zeigt: Die Mode wird praktisch, aber nicht langweilig. Materialien wie Wolle, Leder und Denim stehen im Mittelpunkt, während bei den Farben gedeckte Töne dominieren, die sich leicht miteinander kombinieren lassen. Wer auf der Suche nach dem perfekten Herbstoutfit ist, sollte laut dem Experten auf layering setzen – also auf mehrere dünne Schichten, die sich je nach Temperatur anpassen lassen. Das ist nicht nur funktional, sondern auch ein stylisches Statement.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Der Shopping-Director rät davon ab, sich von sozialen Medien zu sehr beeinflussen zu lassen. Zwar seien Plattformen wie Instagram oder TikTok eine gute Inspirationsquelle, doch am Ende komme es darauf an, den eigenen Stil zu finden und nicht jedem Trend hinterherzulaufen. Gerade junge Menschen neigen dazu, sich von Influencern und Werbung unter Druck setzen zu lassen. Dabei sei Mode vor allem eines: ein Ausdruck der eigenen Persönlichkeit.
Für alle, die jetzt mit dem Einkauf für die kältere Jahreszeit beginnen wollen, gibt der Experte noch einen praktischen Tipp mit auf den Weg: Erst schauen, was bereits im Schrank hängt, dann gezielt ergänzen. So lasse sich nicht nur Geld sparen, sondern auch ein nachhaltigerer Umgang mit Kleidung fördern. Denn am Ende zählt nicht die Menge der Teile, sondern wie gut sie zueinander passen und wie wohl man sich darin fühlt.
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