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Donnerstag, 17. September 2026 · Berlin

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Kultur 4 Min. Lesezeit Von

Zach Creggers Resident Evil könnte Franchise-Rekord brechen

Zach Creggers neuer Resident Evil-Film wird an seinem Eröffnungswochenende voraussichtlich mehr einspielen als jeder andere Film der Reihe zuvor. Der bisherige Rekord liegt bei 26,6 Millionen US-Dollar, aufgestellt 2010 von Resident Evil: Afterlife. Prognosen sehen den neuen Film bei 40 bis 50 Millionen US-Dollar, einige sogar bei fast 60 Millionen. International werden weitere 31 Millionen US-Dollar erwartet, was einem globalen Start von rund 80 Millionen US-Dollar entsprechen würde.

Zach Creggers Resident Evil könnte Franchise-Rekord brechen
Zach Cregger's Resident Evil Expected to Break Franchise Box Office Record, Topping 2010's Resident Evil: Afterlife

Zach Creggers Neuinterpretation von Resident Evil steht kurz davor, einen Franchise-Rekord aufzustellen. Prognosen zufolge wird der Film an seinem Eröffnungswochenende in den USA mehr einspielen als jeder andere Resident Evil-Film zuvor. Der bisherige Rekordhalter, Resident Evil: Afterlife aus dem Jahr 2010, kam damals auf 26,6 Millionen US-Dollar – nicht inflationsbereinigt. Für Creggers Version werden nun 40 bis 50 Millionen US-Dollar erwartet, wobei einige Analysten sogar bis zu 60 Millionen US-Dollar für möglich halten.

International soll der Film weitere 31 Millionen US-Dollar einspielen, was einem globalen Startwochenende von rund 80 Millionen US-Dollar entsprechen würde. Sony hat laut Berichten 75 Millionen US-Dollar für die Produktion ausgegeben, Marketingkosten nicht eingerechnet. Ein Start von 80 Millionen US-Dollar wäre angesichts dieses Budgets ein hervorragender Auftakt. Allerdings wird es schwer, die Gesamteinnahmen der bisherigen Franchise-Höhepunkte zu übertreffen: Resident Evil: Afterlife spielte weltweit 300 Millionen US-Dollar ein, und Resident Evil: The Final Chapter aus dem Jahr 2017, der letzte Teil der Reihe von Paul W. S. Anderson und Milla Jovovich, kommt auf 312 Millionen US-Dollar und ist damit der bisher erfolgreichste Film der Serie.

Cregger bringt zusätzliche Aufmerksamkeit mit, da er zuvor mit dem Horrorfilm Weapons einen Überraschungserfolg landete. Sony hofft, dass sich dieser Erfolg bei Resident Evil wiederholt. IGN vergab in seiner Rezension 8 von 10 Punkten und lobte den Film als «einfache und spannende Survival-Horror-Geschichte», die von Creggers Regiehandschrift profitiere.

Der scheinbar unaufhaltsame Erfolg kommt trotz erheblicher Skepsis unter einigen Resident Evil-Fans, die sich eine werkgetreuere Adaption der Videospiele gewünscht hätten. Cregger selbst sagte, er fühle sich wie auf einer «Entschuldigungstour», seit bekannt wurde, dass seine Adaption weder Figuren aus den Spielen noch bereits erzählte Handlungsstränge enthalten würde. Stattdessen geht er seinen eigenen Weg und erzählt eine Horrorgeschichte in der Welt von Resident Evil, die einige Tropen der Spiele aufgreift.

«Ich glaube, ich war naiv», sagte Cregger kürzlich im Gespräch mit IGN. «Ich dachte, Fans dieser Spiele, so wie ich, wären begeistert, dass jemand kommt und Resident Evil in einen Survival-Horror-Film verwandelt. Ich habe die Stimmung nicht wirklich verstanden: ‚Wir warten schon ewig auf Leons Geschichte.‘ Und ich verstehe das, und es tut mir leid, dass ich diese Geschichte nicht erzähle. Ich verstehe die Frustration so gut, weil ich die früheren Resident Evil-Filme nicht gesehen habe, weil sie nicht wie das Resident Evil aussehen, das ich liebe. Wie könnte ich also frustriert über Fans sein, die dieselbe Haltung haben?»

Er hofft, dass Fans dem Film trotz ihrer Skepsis eine Chance geben. «Meine einzige Hoffnung ist, dass sie den Film sehen, unabhängig von ihrer Enttäuschung, und sich gesehen fühlen, wenn sie ihn anschauen, und all die Liebe für die Spiele erkennen, die in diesem Film steckt», so Cregger. «Das ist nicht einfach eine Geschichte, auf die ich Resident Evil draufschreibe, um ein Budget zu bekommen. Das ist meine Art, eine Resident Evil-Geschichte zu erzählen. Ich verstehe den Widerstand, weil ich ihn selbst habe. Er kommt von einem echten Ort der Liebe.»

Erst kürzlich verriet Cregger, dass er die meisten Witze aus Resident Evil herausgeschnitten hat, nachdem Testpublikum den Film offenbar «zu lustig» fand. Außerdem hat er bereits verraten, wen er als Lady Dimitrescu besetzen würde, sollte sich die Gelegenheit ergeben. Ob die Rechnung für Sony aufgeht, wird sich schon bald zeigen – die Erwartungen an das Eröffnungswochenende sind jedenfalls hoch.

Marlene Brandt

Autor

Kulturkorrespondentin

Marlene Brandt berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.