Kultur 4 Min. Lesezeit Von Leonie Vogt
Resident Evil Requiem übertrifft 500-Millionen-Dollar-Marke
Capcoms Horrorspiel Resident Evil Requiem hat seit Release über 500 Millionen US-Dollar eingespielt. Der neue Kinofilm fiel als Verkaufstreiber jedoch schwächer aus als erwartet.
Resident Evil Requiem beschert Capcom weiterhin außergewöhnliche Einnahmen. Schätzungen des Analyseunternehmens Alinea Analytics zufolge hat der neunte Hauptteil der Horrorreihe seit seiner Veröffentlichung mehr als 500 Millionen US-Dollar umgesetzt – und die Zahl wächst offenbar weiter. Das berichtet das britische Spielemagazin Eurogamer unter Berufung auf die vorliegenden Daten.
Damit setzt der japanische Publisher seine bemerkenswerte Erfolgsserie fort, die sich über mehrere Konsolengenerationen erstreckt. Resident Evil Requiem ist der jüngste Beleg dafür, dass die Marke nichts von ihrer Zugkraft verloren hat. Der Umsatz von über einer halben Milliarde Dollar unterstreicht die anhaltende Nachfrage nach dem Survival-Horror-Franchise, das seit fast drei Jahrzehnten zu den wichtigsten Säulen des Unternehmens zählt.
Allerdings blieb ein Effekt aus, den viele Beobachter im Vorfeld erwartet hatten. Der neue Kinofilm, ein Reboot der Reihe auf der großen Leinwand, hatte nicht den großen Einfluss auf die Verkaufszahlen des Spiels, den man hätte vermuten können. Zwar profitieren Spiele häufig von begleitenden Film- oder Serienveröffentlichungen, doch im Fall von Resident Evil Requiem fiel dieser Schub offenbar geringer aus als erhofft. Die genauen Gründe dafür lassen sich aus den vorliegenden Zahlen nicht ableiten.
Deutlich stärker wirkten sich hingegen offenbar Preisnachlässe aus, die Capcom für das Spiel gewährte. Preissenkungen scheinen die Verkäufe also stärker angekurbelt zu haben als der Kinofilm. Das ist insofern bemerkenswert, als filmische Adaptionen von Videospielen in den vergangenen Jahren wieder verstärkt als Marketinginstrument für die zugrunde liegenden Spiele eingesetzt werden. Im Fall von Resident Evil Requiem reichte der filmische Rückenwind jedoch nicht an die Wirkung der Rabattaktionen heran.
Für Capcom ist die Bilanz dennoch äußerst positiv. Die 500-Millionen-Dollar-Marke ist ein gewaltiger Meilenstein für ein einzelnes Spiel und festigt die Stellung der Reihe im Genre. Resident Evil gilt seit den späten Neunzigerjahren als eine der prägenden Marken des Survival-Horror und hat über die Jahre hinweg zahlreiche Nachahmer inspiriert. Dass ein neunter Hauptteil noch immer solche Umsätze erzielt, spricht für die Treue der Fangemeinde und die Fähigkeit des Publishers, die Serie immer wieder neu auszurichten.
Die genauen Verkaufszahlen in Einheiten sowie die exakte Aufteilung der Einnahmen auf Plattformen oder Regionen wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt. Auch der Zeitraum, über den sich die 500 Millionen Dollar erstrecken, bleibt offen. Die Schätzung von Alinea Analytics bezieht sich auf die Einnahmen seit der Veröffentlichung des Spiels und liegt damit über dem, was viele vergleichbare Titel im gleichen Zeitraum erreichen.
Ob der Kinofilm zu einem späteren Zeitpunkt noch für zusätzliche Impulse sorgen kann, ist unklar. Erfahrungsgemäß können Filmveröffentlichungen ihre Wirkung auf Spielverkäufe auch zeitversetzt entfalten, etwa wenn der Film später im Streaming erscheint oder wenn neue Spieler durch die filmische Umsetzung auf die Marke aufmerksam werden. Konkrete Hinweise darauf gibt es im vorliegenden Material jedoch nicht.
Für die Fans der Reihe bleibt die zentrale Botschaft: Resident Evil Requiem ist kommerziell ein großer Erfolg und hat die Erwartungen an ein Spiel dieser Größenordnung übertroffen. Die Kombination aus anhaltenden Verkäufen und der fortgesetzten Auswertung der Marke durch Film und Merchandise zeigt, dass Capcom die Serie weiterhin breit aufstellt. Wie sich der Film langfristig auf das Franchise auswirkt, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen.
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