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Phantom Blade Zero startet mit über 430.000 gleichzeitigen Spielern auf Steam

Das chinesische Action-Rollenspiel Phantom Blade Zero von S-Game ist erschienen und erreichte auf Steam eine Spitze von 431.541 gleichzeitigen Spielern.

Phantom Blade Zero startet mit über 430.000 gleichzeitigen Spielern auf Steam
More Chinese success as Phantom Blade Zero enjoys a big launch and becomes one of Steam's most played games

Das chinesische Action-Rollenspiel Phantom Blade Zero ist offiziell erschienen und hat sich direkt an die Spitze der meistgespielten Titel auf Steam gesetzt. Laut SteamDB erreichte das Wuxia-Spiel des Studios S-Game bereits wenige Stunden nach dem Start eine Spitze von 431.541 gleichzeitigen Spielern. Die hohe Nachfrage hatte sich im Vorfeld angedeutet, nun bestätigt sie sich deutlich.

Der Erfolg reiht sich in eine Serie chinesischer Spieleerfolge ein. Phantom Blade Zero verbindet die Ästhetik des Wuxia-Genres, also der chinesischen Erzählungen über Kampfkünstler und Heldentum, mit einem schnellen und dynamischen Kampfsystem. Gerade bei Spielern, die sich für Titel aus dem Umfeld der Souls-Reihe interessieren, stößt das Spiel auf Aufmerksamkeit. Die Souls-Reihe gilt als Referenzpunkt eines Genres, das für hohe Schwierigkeit und langwierige Lernkurven bekannt ist.

Ein Bericht von GameSpot beschreibt, wie das Spiel typische Elemente des Soulslike-Genres übernimmt und zugleich an einigen Stellen entschärft. Die auffälligste Neuerung betrifft die Bosskämpfe: Mehrphasige Gegner besitzen Checkpoints zwischen den Phasen. In vielen Genrevertretern muss man bei einem Scheitern in der zweiten Phase den gesamten Kampf von vorn beginnen, inklusive der bereits besiegten ersten Phase. Diese Bosskämpfe können sich deshalb anfühlen, als müsse man zwei oder sogar drei Gegner hintereinander besiegen, ohne Gelegenheit, Vorräte aufzufüllen. In Phantom Blade Zero beginnt man nach dem Tod in der zweiten Phase, und ist ein Abschnitt einmal besiegt, bleibt er besiegt. Es gibt sogar einen Boss mit drei Phasen, bei dem in der letzten Phase zwei neue Gegner gleichzeitig antreten.

Auch der Schwierigkeitsgrad lässt sich jederzeit anpassen, selbst mitten in einem Bosskampf. Die Anpassung verändert laut Bericht nicht das Verhalten der Gegner oder das Tempo der Kämpfe, sondern wirkt sich auf die Zahlenwerte im Hintergrund aus. Parraden werden dadurch nicht leichter ausführbar, sie beeinflussen aber stärker die Sha-Chi-Anzeige eines Gegners, die bestimmt, wann er taumelt. Der Gegner greift also genauso hart an, doch man muss die Ausführung weniger perfekt beherrschen, um zu gewinnen. Die Kämpfe wirken damit weiterhin fordernd, aber weniger frustrierend.

Beim Zurückkehren in bereits besuchte Gebiete ist das Spiel ebenfalls nachsichtiger gestaltet. Verstreut durch die Spielwelt finden sich magische Glocken, die die Funktion von Lagerfeuern aus den Souls-Spielen übernehmen. Dort lassen sich Charakter und Ausrüstung verbessern, man kann zwischen Glocken schnell reisen, speichern und die Vorräte an Heilmitteln auffüllen. Anders als in vielen Genrevertretern führt das Rasten jedoch nicht dazu, dass besiegte Gegner wiederkehren. Räume bleiben nach dem Säubern frei. Da man in einem metroidvania-artigen Aufbau viel zwischen Karte und neu freigeschalteten Gebieten pendelt, erleichtert das das Auffinden übersehener Orte und Nebenquests.

GameSpot weist darauf hin, dass diese Vereinfachungen auch Nachteile haben. Ein gezieltes Hochleveln vor schweren Kämpfen ist kaum möglich, da man nicht beliebig oft Gegner bekämpfen kann, um Stärke aufzubauen. Dennoch verbringen Spieler laut Bericht weniger Zeit mit bereits bekannten Bereichen. Wer ein Soulslike sucht, das trotz anspruchsvoller Kämpfe etwas zugänglicher ist, findet in Phantom Blade Zero damit eine mögliche Wahl. Der Bericht verweist zudem auf eine ausführliche Testbewertung des Spiels, die den Ansatz von S-Game zwischen Wuxia und Souls-Elementen näher beleuchtet.

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Lukas Seifert

Autor

Sportredakteur

Lukas Seifert berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.