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Sonntag, 8. November 2026 · Berlin

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Netflix zeigt brasilianische Komödie über zwei Freundinnen jenseits der Fünfzig

Auf Netflix ist die brasilianische Komödie »Moja najlepsza przyjaciółka« erschienen. Zwei Mütter, deren Töchter ins Ausland gehen, brechen zu einer spontanen Reise nach Lissabon auf. Der Film rangiert derzeit auf Platz drei der meistgesehenen Titel der Plattform.

Netflix zeigt brasilianische Komödie über zwei Freundinnen jenseits der Fünfzig
© elle.pl

Auf Netflix ist die brasilianische Komödie »Moja najlepsza przyjaciółka« hinzugekommen, und sie hat sich schnell an die Spitze der meistgesehenen Titel der Plattform gearbeitet. Derzeit belegt der Film Platz drei. Mit einer Laufzeit von etwas mehr als zwei Stunden ist er eine leichte Komödie mit emotionalen Momenten, die sich gut für ein entspanntes Wochenende eignet.

Im Mittelpunkt stehen Clara und Júlia, seit vielen Jahren befreundete Frauen in ihren Fünfzigern. Auslöser der Handlung ist ein Austauschprogramm: Ihre Töchter, beide Teenager, brechen zu einem Schuljahr nach Lissabon auf. Zurück bleiben die Mütter, die daheim mit dem sogenannten Empty-Nest-Syndrom zu kämpfen haben, also dem Gefühl der Leere, wenn die Kinder das Haus verlassen. Der Alltag, der bisher um Schule, Termine und Familienabende kreiste, wirkt plötzlich still und fremd.

Statt die Sehnsucht einfach auszuhalten, beschließen Clara und Júlia, ihren Töchtern nach Portugal zu folgen. Was als Versuch gedacht ist, die Trennung zu erleichtern, entwickelt sich rasch zu einem Abenteuer. Die Reise bringt unerwartete Begegnungen mit sich, und es entstehen romantische Verwicklungen, die den Aufenthalt der beiden Frauen gehörig durcheinanderbringen. Gerade diese Wendungen sorgen dafür, dass die Geschichte nicht bei der Rührseligkeit eines Abschieds stehen bleibt, sondern sich in Richtung einer munteren Reisekomödie bewegt.

In den Hauptrollen sind Ingrid Guimarães und Mônica Martelli zu sehen. Die beiden Schauspielerinnen sind auch im echten Leben befreundet, und beide haben das Drehbuch gemeinsam geschrieben, das auf persönlichen Erfahrungen beruht. Diese Nähe zum eigenen Leben verleiht den Figuren eine Glaubwürdigkeit, die viele Zuschauerinnen in den Alltagsszenen wiedererkennen dürften. Die Töchter spielen Giulia Benite und Gabi Amaral. Zum Ensemble gehören außerdem Ricardo Pereira, Gustavo Machado, Michel Melamed und Thaila Ayala.

Der Film stellt Frauen über fünfzig in den Mittelpunkt, die eigene Wünsche verfolgen, statt sich ausschließlich über ihre Rolle als Mütter zu definieren. Dieser Perspektivwechsel ist der eigentliche Reiz der Produktion: Die Protagonistinnen entdecken, dass ihr Leben nach dem Auszug der Kinder nicht endet, sondern eine neue Richtung nehmen kann. Dramatisch ist die Geschichte dabei nicht angelegt. Wer am Wochenende nach einer unterhaltsamen Lösung sucht, bei der gelacht und zwischendurch auch etwas gerührt werden darf, findet hier eine passende Empfehlung.

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Moritz Albrecht

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Redakteur vom Dienst

Moritz Albrecht berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.