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Donnerstag, 24. September 2026 · Berlin

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Netflix-Revival von «A Different World» startet mit Hillman-Skandal

Die Neuauflage der Kultserie «A Different World» kehrt an die Hillman University zurück. Im Zentrum steht Deborah Wayne, die Tochter von Whitley und Dwayne, während die Uni einen Finanzskandal um gestrichene Stipendien bewältigen muss.

Netflix-Revival von «A Different World» startet mit Hillman-Skandal
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Die Neuauflage der Kultserie «A Different World» ist zurück – und sie kehrt an einen Ort zurück, der sich verändert hat, ohne seine Vergangenheit zu verleugnen. Mehr als 30 Jahre nach dem Ende des Originals spielt die Revival-Serie wieder an der Hillman University. Im Mittelpunkt steht diesmal Deborah Wayne, die Tochter des einstigen Traumpaares Whitley Gilbert und Dwayne Wayne.

Schon zu Beginn der ersten Staffel steckt der Campus in ernsten Schwierigkeiten. Präsidentin Davenport, gespielt von Jenifer Lewis, wird von ihrem Posten entfernt. Zuvor waren Stipendien von Studierenden gestrichen worden, und die Frage, wohin das Geld verschwunden ist, löst einen Skandal aus. Die Serie verbindet damit das vertraute College-Leben mit einem handfesten Konflikt um Macht, Geld und Verantwortung an der Hochschule.

Das Revival lebt stark von seinen Figuren aus der Vergangenheit. Whitley und Dwayne stehen im Zentrum, während Ron Johnson gelegentlich auftaucht, vor allem, um seinen Sohn Shaquille, einen Footballstar, unter Druck zu setzen. Freddie Brooks ist inzwischen als Professorin am Campus tätig. Jalesa Vinson-Taylor und Colonel Bradford Taylor sind weiterhin glücklich verheiratet und beraten ihre alten Freunde. Auch Dr. Kimberly Reese verbringt Zeit in Hillman und bekommt die vielfältigen Probleme der Universität mit.

Zu den prominentesten Gastauftritten gehört Jada Pinkett Smith, die später in der Staffel ihre Rolle als Kongressabgeordnete wieder aufnimmt. Joe Morton kehrt als Senator Byron Scott zurück, jener Mann, den Whitley einst vor dem Altar stehen ließ. Diese Auftritte geben der Neuauflage viel Herz und verbinden die alte mit der neuen Welt, auch wenn die Rückgriffe gelegentlich schwerfällig wirken.

Die neue Generation bekommt dennoch genug Raum, um sich zu behaupten. Zum Kernensemble gehören neben Deborah auch Shaquille, Amir, Hazel, Kojo und Rashida. Sie sind nicht einfach Kopien der alten Figuren, sondern eigenständige Charaktere mit eigenen Geschichten. Besonders Deborah und Rashida erhalten viel Aufmerksamkeit, da die beiden jungen Frauen aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen stammen und sich zusammenraufen müssen, während sie wie typische Mitbewohnerinnen streiten und sich annähern.

Die erste Staffel umfasst nur zehn Folgen und erzählt ein gesamtes Studienjahr. Dadurch passiert sehr viel in kurzer Zeit. Das führt dazu, dass manche Entwicklungen zu schnell ablaufen. Die männlichen Figuren verstehen sich etwa sofort, und im weiteren Verlauf soll das Publikum glauben, ihre Freundschaft sei tief gewachsen, ohne diesen Prozess wirklich zu sehen. Ähnlich ergeht es den weiblichen Figuren, auch wenn Deborah und Rashida mehr Raum bekommen.

Die Serie versucht, die Leichtigkeit und den Humor des Originals mit ernsteren Themen zu verbinden. Schon die erste «A Different World» war eine Comedyserie, die sich nicht vor Rassismus, der AIDS-Epidemie, Krieg oder häuslicher Gewalt scheute. Sie erzählte die College-Erfahrung aus einer Schwarzen Perspektive und zeigte die Schönheit, den Reichtum und die Widersprüche Schwarzer Lebensrealitäten. Die Neuauflage knüpft an diesen Anspruch an, ohne die Höhen des Originals vollständig zu erreichen.

Für Fans der alten Serie ist die Rückkehr nach Hillman ein vertrautes Gefühl. Für neue Zuschauerinnen und Zuschauer bietet die Staffel einen Einstieg in eine Welt, die zwischen Nostalgie und Gegenwart navigiert. Die zehn Folgen mögen knapp sein, doch sie erzählen von Freundschaft, Herkunft und der Frage, wie viel Vergangenheit eine neue Generation tragen kann.

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Leonie Vogt

Autor

Gesellschaftsreporterin

Leonie Vogt berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.