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Dienstag, 20. Oktober 2026 · Berlin

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Lucasfilm setzt bei Star Wars auf kleinere Spiele

Nach den Erfolgen von Star Wars: Galactic Racer und Star Wars Zero Company will Lucasfilm Games verstärkt kleinere Projekte abseits der Triple-A-Blockbuster fördern. Vize-Präsident Douglas Reilly betont, gute Ideen könnten von überall kommen.

Lucasfilm setzt bei Star Wars auf kleinere Spiele
"It doesn’t have to always be triple-A": Galactic Racer and Zero Company’s success has Lucasfilms wanting more smaller-scale Star Wars games

Lucasfilm Games will künftig verstärkt auf kleinere Star-Wars-Spiele setzen. Das hat Douglas Reilly, Vice President von Lucasfilm Games, in einem Interview mit The Game Business erklärt. Hintergrund sind die überraschend guten Reaktionen auf zwei zuletzt erschienene Titel, die abseits der großen Blockbuster-Produktionen entstanden sind.

Star Wars: Galactic Racer vom Studio Fuse Games hat zuletzt große Aufmerksamkeit erhalten. Das Rennspiel punktet offenbar sowohl mit seiner Qualität als auch mit einer Figur, die bei vielen Spielerinnen und Spielern schnell zum Liebling wurde: der kleine Maulwurf Biddy Blas. Der Titel zeigt, dass Star Wars auch jenseits der bekannten Schlachten und Jedi-Geschichten funktionieren kann.

Ähnlich positiv aufgenommen wurde Star Wars Zero Company vom Studio Bit Reactor. Das rundenbasierte Strategiespiel erinnert an die XCOM-Reihe und traf offenbar ebenfalls den Geschmack des Publikums. Allerdings gab es bei dem Projekt auch Schattenseiten: Berichten zufolge wurden Mitarbeitende zeitweise freigestellt, auch wenn diese Maßnahmen in einigen Fällen bereits wieder rückgängig gemacht werden. Der Erfolg des Spiels zeigt dennoch, dass ein Markt für Star-Wars-Titel abseits der ganz großen Produktionen existiert.

Reilly sieht darin eine Bestätigung für eine breitere Strategie. «Gute Ideen können von vielen verschiedenen Orten kommen», sagte er. «Man muss nicht unbedingt einer der fünf größten Publisher sein, um ein großartiges Star-Wars-Spiel zu machen.» Damit stellt sich Lucasfilm Games gegen die Vorstellung, dass nur aufwendig produzierte Triple-A-Titel mit riesigen Budgets erfolgreich sein können.

Die bisherigen Star-Wars-Spiele großer Studios wie die Battlefront-Reihe stehen für einen anderen Ansatz: hohe Produktionskosten, umfangreiche Marketingkampagnen und ein Fokus auf technisch aufwendige Grafik. Dass nun kleinere Projekte wie Galactic Racer und Zero Company für Gesprächsstoff sorgen, könnte die Ausrichtung des Lizenzgebers verändern. Für junge Spielerinnen und Spieler bedeutet das womöglich mehr Vielfalt und experimentierfreudigere Ideen im Star-Wars-Universum.

Ob und wann weitere kleinere Star-Wars-Spiele angekündigt werden, ist noch offen. Die Aussagen von Reilly deuten jedoch darauf hin, dass Lucasfilm Games künftig stärker auf unterschiedliche Größenordnungen setzen will. Der Erfolg von Galactic Racer und Zero Company liefert dafür eine Argumentationsgrundlage – auch wenn die Freistellungen bei Bit Reactor zeigen, dass kleinere Produktionen nicht automatisch vor wirtschaftlichen Schwierigkeiten schützen.

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Marlene Brandt

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Kulturkorrespondentin

Marlene Brandt berichtet für Junkr über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.