Kultur 3 Min. Lesezeit Von Lukas Seifert
Jesse Eisenberg plant erste TV-Serie für A24
Nach seinem Regie- und Drehbuchprojekt «The Debut» wechselt Jesse Eisenberg zum Fernsehen: Für A24 entwickelt er eine Serie, die er selbst schreibt, produziert und inszenieren soll. Der Stoff soll in den kommenden Wochen auf den Markt kommen.
Jesse Eisenberg wechselt vom Kino zum Fernsehen. Der Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur bereitet für das Studio A24 eine Serie vor, die er selbst schreiben, als ausführender Produzent begleiten und inszenieren soll. Das Format soll in den kommenden Wochen bei potenziellen Abnehmern vorgestellt werden. Weitere Details zu Handlung, Besetzung oder Sender sind bislang nicht bekannt.
Der Schritt kommt unmittelbar nach Eisenbergs jüngstem Kinoprojekt: Für A24 inszenierte er die Musical-Komödie «The Debut» mit Julianne Moore in der Hauptrolle. Der Film feierte beim London Film Festival Premiere und bildete dort den Abschlussabend im Royal Festival Hall. Eisenberg und Moore stellten den Film persönlich vor und lobten sich gegenseitig vor ausverkauftem Saal. Moore bezeichnete das Drehbuch als eines der besten, das sie je gelesen habe.
Die Zusammenarbeit mit A24 scheint für Eisenberg damit zu einer festen Konstellation zu werden. Nach dem Kinoengagement folgt nun also ein Serienprojekt beim selben Studio. A24 ist bekannt für unabhängige Produktionen und hat sich in den vergangenen Jahren sowohl im Film- als auch im Fernsehbereich einen Namen gemacht. Dass Eisenberg nun auch für das Fernsehen schreibt und Regie führt, markiert eine Erweiterung seines künstlerischen Spektrums.
Eisenberg blickt auf eine wechselhafte Karriere zurück. Zuletzt sprach er offen darüber, dass er nach seiner Rolle als Lex Luthor in «Batman v Superman: Dawn of Justice» und der damit verbundenen Goldenen Himbeere Schwierigkeiten hatte, Engagements in großen Studiofilmen zu bekommen. Die Industrie habe ihn damals nicht mehr in Superheldenfilmen sehen wollen, so Eisenberg. Umso bemerkenswerter ist sein Weg zurück – nunmehr als Autor und Regisseur eigener Stoffe.
Mit «The Debut» hat Eisenberg bereits bewiesen, dass er als Filmemacher ernst genommen wird. Der Musical-Comedy-Mix mit Julianne Moore wurde beim London Film Festival gefeiert und dürfte seine Position im unabhängigen Filmgeschäft stärken. Die geplante Serie für A24 könnte diesen Weg fortsetzen und ihm eine neue Plattform bieten, um seine Geschichten einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Ob die Serie tatsächlich bei einem Sender oder Streamingdienst unterkommt, ist offen. Der Markt für Serienprojekte ist derzeit umkämpft, und die Präsentation in den kommenden Wochen wird zeigen, wie groß das Interesse an Eisenbergs Fernsehdebüt ist. Klar ist: Der 42-Jährige bleibt dem Erzählen treu – nur eben künftig auch in serieller Form.
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