Kultur 4 Min. Lesezeit Von Moritz Albrecht
«Clayface» startet mit 3,5 Millionen Dollar in den Vorverkäufen
Warner Bros. und DC Studios' Horrorfilm «Clayface» erzielt am Donnerstag 3,5 Millionen Dollar an den Kinokassen und soll am Wochenende mit 23 bis 25 Millionen Dollar starten.
Einer der gruseligsten Widersacher Batmans kommt in dieser Woche in die Kinos: Warner Bros. und DC Studios’ «Clayface» hat bei den Donnerstagsvorstellungen 3,5 Millionen Dollar eingespielt. Für das Wochenende wird ein Einspielergebnis von 23 bis 25 Millionen Dollar erwartet, was den Film an die Spitze der nordamerikanischen Kinocharts bringen könnte.
Der Film ist die erste R-Rated-Produktion des DC-Universums im Horrorgenre. Laut aktualisierten Branchenmeldungen kommt «Clayface» am Freitag inklusive Vorstellungen auf rund 9,5 Millionen Dollar und startet in 3.458 Kinos. Die Prognose ordnet den Start in die Nähe anderer Genrefilme aus der Mitte des Oktobers ein, etwa «Smile», der 22,6 Millionen Dollar zum Auftakt einspielte, sowie dem Vorjahresfilm «The Black Phone». Ein solides Ergebnis wäre damit ein guter Start für das Projekt, und die Zahlen werden in der Branche genau beobachtet.
Im Mittelpunkt steht Tom Rhys Harries in der Titelrolle. Seine Figur Matt Hagen ist ein Gestaltwandler, der nach einem brutalen Angriff entstellt wird und sich rächen will. Regisseur James Watkins erklärte gegenüber Entertainment Weekly, dass ihn vor allem das universelle Gefühl des Unrechts interessiert habe. Die Frage sei gewesen, wie stark Matt von seiner Vergangenheit geprägt werde und wie sehr er einfach ein Jedermann sei. Schließlich habe er die Geschichte weniger als Fluch des Vaters verstanden, sondern als Rachegeschichte, die sich jeder nachvollziehen könne: Wer Unrecht erfahre, wolle etwas tun, könne im Leben aber oft nichts ausrichten.
Eine besondere Nebenbesetzung sorgte im Vorfeld für Aufmerksamkeit. Der Emmy-Gewinner Aaron Paul, bekannt aus «Breaking Bad» und «Westworld», hat einen kurzen Auftritt als Jimmy „One Nut“ Hagen, der verstorbene und gewalttätige Vater der Hauptfigur. Die Besetzung wurde im Juni erstmals bekannt. Ursprünglich war Paul in größeren Rückblenden in Matts Jugend zu sehen, doch die Szenen wurden größtenteils herausgeschnitten. Übrig geblieben ist sein Auftritt im Schlussakt im Nachtclub Vesuvius in Gotham City, wo Matt die Gangster konfrontiert, die ihn verunstaltet haben. Dort findet er den Mann, der seinen Vater getötet hat, und nimmt die Gestalt des Vaters an, um dem Täter einen Schock zu versetzen. Watkins beschrieb den Auftritt als „ein wirklich kurzes Easter Egg“.
Parallel zu «Clayface» läuft in den Kinos der Dokumentarfilm «You Can See Everything» von A24 über Elizabeth Holmes, die Gründerin des gescheiterten Bluttest-Unternehmens Theranos. Die Dokumentation sorgt ebenfalls für Gesprächsstoff und konkurriert am Wochenende mit dem Superhelden-Horror um das Publikum. Laut Branchenberichten entwickelt sich auch ihr Start erfolgreich: Der Film kommt auf rund 19 Millionen Dollar. Damit steht das Wochenende an den Kinokassen ganz im Zeichen zweier sehr unterschiedlicher Titel, eines Genrefilms aus dem DC-Universum und eines Dokumentarfilms über einen der bekanntesten Wirtschaftsskandale der jüngeren Zeit.
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